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Mario Mandzukic (r.) wechselte für 13 Millionen Euro von Wolfsburg zum FC Bayern © getty

Bayerns neuer Stürmer überrascht mit einem Geständnis zu seiner Freizeitbeschäftigung und vergleicht das Training in München und Wolfsburg.

Vom Bayern-Trainingslager berichtet Mathias Frohnapfel

Riva del Garda - David Alaba hat bereits per Twitter die Bayern-Gemeinde wissen lassen, dass er im Trentino ein Tischtennis-Match gewonnen hat. (587092DIASHOW: FC Bayern im Trainingslager).

Herausforderer war Emre Can, neuer Teamkamerad des Münchner Außenverteidigers. Hui!

Von Mario Mandzukic wird man nach diesem Donnerstag vergeblich auf einen ähnlichen Bericht warten.

Denn Bayerns Neuzugang plant, den ersten freien Nachmittag im Trainingslager am Gardasee mit Schlafen und Massage zu verbringen.

"Ich bin langweilig", sagte der Kroate auf SPORT1-Nachfrage und schilderte ganz trocken, wie er gemeinhin seine Freizeit verbringt.

Mops "Lenni" hält ihn auf Trab

Am liebsten genießt er die Ruhe zuhause, legt die Füße hoch, verbringt die Zeit mit seiner Freundin und dem Hund.

"Lenni" heißt übrigens Mandzukic' Mops.

"Der ist nicht langweilig", berichtete sein Herrchen mit einem Schmunzeln.

Gut, ab und zu spielt Mandzukic mit seinen Freunden Playstation, mehr verriet er von seinen Hobbies nicht und auch nicht, wofür seine großflächigen Tatoos stehen. Privatsache.

Teamkollege und Familienvater Daniel van Buyten lächelte, als er von Mandzukic' angeblicher Langeweile hörte und scherzte nur: "Er soll Kinder machen, dann ist ihm nicht mehr langweilig."

Kein Vergleich zu Magaths Training

Und aktuell tut ja auch Jupp Heynckes einiges dafür, dass Bayerns 13-Millionen-Euro-Zugang gut beschäftig ist.

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Mit dem Schleifer-Training von Felix Magath in Wolfsburg könne man das Bayern-Training aber nicht vergleichen, gestand der 26-Jährige.

Seinen Ex-Teamkollegen vom VfL hat Mandzukick bereits Beileids-SMS geschickt und er witzelte nach den ersten Trainingseinheiten in München: "Ich frage immer nach dem Training: Kommt noch was?" Allerdings sei, Spaß beiseite, das Programm beim Rekordmeister auch so "anstrengend" genug.

Eine Rückversicherung in Wolfsburg ergab jedoch, dass Magath vom bekannten Extremprogramm nicht abweicht.

"Ich habe gestern mit Ivica Olic telefoniert. Sie arbeiten viel. Wenn er das sagt, stimmt das."

Bayern eine andere Dimension

Seit seiner Präsentation vor einer Woche bekommt Mandzukic einen Eindruck, was es heißt, Bayern-Profi zu sein. "Das ist ein großer Unterschied."

[kaltura id="0_kwwrgh44" class="full_size" title="Sammer schw rmt von Robben"]

Alles hat eine andere Dimension als in Wolfsburg, selbst bei einem Test gegen eine Amateurmannschaft laufen beim Rekordmeister zig Kameras.

Und jedes Training im Trentino verfolgen hunderte FCB-Anhänger wie auf einem großen Familienausflug.(SPIELPLAN: Die Bundesliga-Saison 2012/2013).

Anatoliy Tymoshchuk ist aktuell erster Ansprechpartner von Mandzukic.

Der Kroate spricht zwar sehr gut Deutsch, unterhält sich mit dem Ukrainer aber eben auch gerne in seiner Muttersprache, die Ähnlichkeit zwischen den slawischen Sprachen macht es möglich.

Trainingseinheit mit Blindenfußballern

Während der Ex-Spieler von Dinamo Zagreb genüsslich den Donnerstagnachmittag verbummelte, nahmen zuvor Diego Contento und Keeper Tom Starke an einem speziellen Projekt teil.

Die Bayern-Profis trainierten mit den Blindenfußball-Nationalspielern Marcel Heim, Moritz Klotz und Jens Pleier in Arco.

Mit dabei waren außerdem 15 Schüler des Augsburger St. Anna Gymnasiums.

In Socken liefen Contento und Starke dem klingelnden Ball hinterher, der von einem Betreuer kurz aufgeprallt wurde, falls er liegen blieb.

"Man muss dem Partner vertrauen, sonst geht es nicht", stellte FCB-Profi Contento anschließend fest.

Eine Erfahrung, die sicher auch für den Profifußball gilt.

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