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Kapitän Heiko Westermann (l.) hat seinen Mitspieler Rajkovic (r.) scharf kritisiert © imago

Beim HSV kehrt keine Ruhe ein. Kapitän Heiko Westermann rüffelt Rüpel Rajkovic. Ein Rauswurf droht dem Serben aber nicht.

Von Andreas Haupt

München - Eigentlich könnte alles so schön und ruhig sein beim Hamburger SV.

Derzeit befindet sich die Mannschaft im Trainingslager in Südkorea - weit weg von der Heimat und dem hektischen Alltag.

Doch der HSV kommt einfach nicht zur Ruhe.

Die Pöbeleien von HSV-Verteidiger Slobodan Rajkovic (23), der Coach Thorsten Fink am Mittwoch als "Lügner" und "Mädchen" bezeichnete, schlagen weiter hohe Wellen.(Bericht)

"Er soll den Mund halten"

"Es geht nicht, dass ein Spieler mit 23 Jahren die Klappe aufreißt", sagte Heiko Westermann am Freitag in der "Bild"-Zeitung.

Damit nicht genug: "Er soll den Mund halten. Wenn man Mist baut, muss man mit Konsequenzen rechnen. Wir haben darüber gesprochen und distanzieren uns als Mannschaft."

Kein Rauswurf

Ein Rauswurf droht Rajkovic jedoch nicht. "Das würde uns die Ablösesumme kosten. Insofern werden wir einen anderen Weg finden", sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow der "Bild"-Zeitung.

Welche Maßnahmen der Klub ergreifen wird, werde der Vorstand Anfang der kommenden Woche entscheiden, so Jarchow.

Dem Kapitän besonders aufgestoßen ist, dass Rajkovic behauptet, auch andere HSV-Spieler wollten wegen Fink den Verein verlassen.

Keine Zukunft beim HSV

"Mitspieler reinzuziehen, macht es noch schlimmer. Fehler bei anderen zu suchen, wenn man selbst Dreck am Stecken hat, gehört sich nicht", erklärte Westermann.

Rajkovic hatte gegenüber der "Hamburger Morgenpost" behauptet, dass einige Spieler den HSV wegen Finks "zwei Gesichtern" verlassen wollen.

Nachdem sich nun auch die Mannschaft in Person von Kapitän Westermann von Rajkovic distanziert, scheint der Serbe keine Zukunft mehr beim HSV zu haben.

Kein Training mit der U23

Der 23-Jährige hatte sich in der vergangenen Woche eine Prügelei mit seinem Mannschaftskollegen Son Heung-Min geliefert.

Tolgay Arslan wollte den Streit schlichten und zog sich dabei eine Platzwunde zu.

Fink hatte Rajkovic mit sofortiger Wirkung aus der Mannschaft geworfen und eine Rückkehr ausgeschlossen.

Für zwei Millionen aus Chelsea

Zunächst durfte sich Rajkovic bei der U-23-Mannschaft fit halten, doch nach seiner verbalen Attacke auf Fink wurde er dort ebenfalls vom Training ausgeschlossen.

Dazu gab es eine Geldstrafe.

Nun muss sich der Serbe einen neuen Verein suchen.492198(DIASHOW: Bundesliga-Transfermarkt)

Er war erst im Sommer 2011 für zwei Millionen Euro vom FC Chelsea nach Hamburg gewechselt und besitzt einen Vertrag bis 2015.

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