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David Alaba (l.) kam von Austria Wien zum FC Bayern © getty

Bayern München verliert wegen Abwehrpatzern den Test gegen Napoli, nicht nur Torschütze Alaba muss angeschlagen raus.

Vom Bayern-Trainingslager berichtet Mathias Frohnapfel

Riva del Garda - Der Gegner hatte internationales Format und der FC Bayern hat gegen den SSC Neapel gezeigt, dass er in den vergangenen Tagen im Trainingslager konzentriert arbeitete.

Zum Abschluss der Einheiten am Gardasee gab es ein 2:3 gegen die Süditaliener, es war die erste echte Nagelprobe für de Münchner nach drei Testspielsiegen gegen unterklassige Gegner. ""Ein Test gegen Napoli ist für mich wichtiger als ein 11:0", sagte Trainer Jupp Heynckes nach der Niederlage. (587092DIASHOW: Bilder aus dem Trainingslager)

Außer Claudio Pizarro standen in Abwesenheit der deutschen Nationalspieler alle prominenten Neuzugänge auf dem Platz.

Der Ex-Wolfsburger Mario Mandzukic startete im Sturmzentrum, im Mittelfeld versuchte "Kraftwürfel" Xherdan Shaqiri seine Tricks zu zeigen und in der Viererkette verteidigte Dante.

Derweil bewachte wie in den Partie zuvor Tom Starke das Bayern-Tor und konnte einige Glanzparaden zeigen.

Robben zeigt sich

Beide Teams begannen verhalten. Arjen Robben hatte in der 12. Minute vor lautstarken Bayern-Fans die erste Chance. Doch sein Freistoß aus 18 Meter landete in der Mauer.

Die Neapolitaner spielten zu Anfang passiv, so dass Dante und van Buyten sich sogar ins Offensivspiel einschalten konnten.(587092DIASHOW: FC Bayern im Trainingslager)

Spielfreudig zeigte sich Arjen Robben in der Anfangsviertelstunde. Der Niederländer war folglich auch an der Bayern-Führung in der 16. Minute beteiligt.

Alaba zur Stelle

Nach einem Vorstoß des Linksfuß landete der Ball bei David Alaba, dessen Schuss aus zwölf Metern unhaltbar ins SSC-Tor flog.(SPIELPLAN: Die Bundesliga-Saison 2012/2013)

In der Folge nahm die Partie Fahrt auf. Vor allem Robben kurbelte das Spiel des Rekordmeisters über rechts an, während Rafinha oft mit Fehlpässen glänzte.

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Tymoshchuk ohne Zielwasser

Bayern war bemüht, aber wirkliche Torgefahr strahlten die Münchner nicht aus. Anatoliy Tymoshchuks Distanzschuss in der 36. Minute landete bezeichnend in der Nähe der Eckfahne.

Neuzugang Mario Mandzukic biss nach einen Kopfzusammenstoß mit einem Gegenspieler auf die Zähne und spielte wie Rafinha nach einer Behandlungspause weiter.

Alaba ausgewechselt

Schrecksekunde dann kurz vor der Pause: David Alaba musste verletzt runter und wurde durch Emre Can ersetzt.

Dieser musste kurz darauf mit ansehen, wie Neapel quasi mit dem Pausenpfiff zum Ausgleich kam. Paolo Cannavaro traf per Seitfallzieher zum 1:1. Neuzugang Dante stand dabei zu weit weg vom Torschützen.

Heynckes bringt Hojbjerg

Zur zweiten Halbzeit präsentierte Trainer Jupp Heynckes den nächsten Neuzugang Pierre Emile Hojbjerg ersetzte Rafinha, der umgeknickt war.

Auch Claudio Pizarro bekam ab Minute 63 Einsatzzeit. Der für Mandzukic eingewechselte Ex-Bremer war zwei Minuten auf dem Platz, als Goran Pandev seine Torgefährlichkeit gegen Bayern München erneut unter Beweis stellte und nach herrlicher Einzelaktion die Führung der Hellblauen markierte.

Traumtor von Shaqiri

Acht Minuten später dann der Ausgleich für den FCB: Xherdan Shaqiri zirkelte den Ball traumhaft in den Winkel. Zuvor war Hojbjerg sehr unsanft von den Füßen geholt worden.

[kaltura id="0_p6flchbc" class="full_size" title="Wutrede von Heynckes"]

Insigne im zweiten Versuch

Die hart agierenden Italiener durften sich kurze Zeit später über die erneute Führung freuen. U-21-Nationalspieler Lorenzo Insigne konnte aus 15 Metern seinen zunächst abgeblockten Schuss im zweiten Versuch am chancenlosen Starke zum 3:2 verwerten.

Schlusspunkt von Tymoshchuk

In der munteren Schlussphase hatte Tymoshchuk noch kurz vor Schluss die Chance zum Ausgleich.

Der Ukrainer verpasste es aber, den kämpferischen Münchnern das Remis zu retten.

Heynckes dennoch zufrieden

"Wir haben es versäumt, die Torchancen zu nutzen" sagte Trainer Heynckes nach der Partie und betonte, dass ihm das Spiel "über weite Strecken gefallen hat".

"Nach der Pause hatten wir eine schwächere Phase, dann haben wir uns wieder gefangen", konstatierte der 67-Jährige.

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