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Ivan Klasnic stürmte von 2001 bis 2008 für Werder Bremen © getty

Der Ex-Bremer trifft sich mit zwei Ärzten vor Gericht. Schalke will sich öffentlich besser darstellen. Die Bundesliga-Splitter.

München - Für Ivan Klasnic und zwei Bremer Vereinsärzte gibt es ein juristisches Nachspiel.

Das Landgericht Bremen hat für den 17. April eine Verhandlung zur Klage des kroatischen Nationalspielers gegen zwei Werder-Vereinsärzte angesetzt.

Laut Nachrichtenmagazin "Spiegel" geht es dabei um Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Forderungen in Höhe von insgesamt rund zwei Millionen Euro.ad

Vorwurf: Schlechte Nierenwerte übersehen

Klasnic hatte die Werder-Ärzte Götz Dimanski und Manju Guha im vergangenen April verklagt, weil diese angeblich in regelmäßigen Untersuchungen seine schlechten Nierenwerte nicht erkannt und damit die letztlich notwendige Organtransplantation mitverschuldet hätten.

Der Versuch einer außergerichtlichen Einigung blieb bislang ergebnislos.

Der 28 Jahre alte Stürmer, der im vergangenen Sommer von Bremen zum französischen Erstligisten FC Nantes wechselte, lebt seit knapp zwei Jahren mit der Spenderniere seines Vaters.

Magath lehnt Friedensgipfel mit Koch ab

Im Streit zwischen dem DFB und Trainer Felix Magath vom VfL Wolfsburg bleiben die Fronten verhärtet. Magath hat inzwischen den von DFB-Vizepräsident Rainer Koch angebotenen Friedengipfel abgelehnt.

"Er will das zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Ich hatte ihm die Kommunikation angeboten", erklärte Koch am Samstag am Rande der Halbzeit-Tagung der Bundesliga-Schiedsrichter in Mainz.

Koch bedauerte die Entscheidung Magaths und übte zudem Kritik am Ex-Nationalspieler. "Er kann nicht in der Halbzeitpause mit so einer emotionalisierten Wortwahl auf den Schiedsrichter zugehen", meinte Strafrichter Koch und betonte: "Dass das Thema jetzt zum Dauerthema wird, hat erst ein Interview von Magath ausgelöst."

Die Auseinandersetzung zwischen dem DFB und dem Wolfsburger Coach dauert bereits seit November 2008 an.

Trainer will nicht zahlen

Der Verband hatte Magath damals mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro belegt, nachdem der Ex-Profi Schiedsrichter Helmut Fleischer in der Halbzeitpause der Partie der "Wölfe" gegen den VfB Stuttgart (4:1) beleidigt hatte und daraufhin vom Referee auf die Tribüne verwiesen worden war.

Magath ist nicht bereit, die Strafe zu zahlen und hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. Ein endgültiges Urteil soll das DFB-Bundesgericht fällen. Koch: "Einen Termin dafür gibt es aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht."

Vinicius muss operiert werden

Die personelle Situation in der Abwehr von Hannover 96 hat sich verschärft.

Innenverteidiger Vinicius muss sich wegen anhaltender Rückenprobleme einer Operation unterziehen. Wie der Verein offiziell mitteilte, erfolgt der Eingriff beim Brasilianer am Dienstag.

Vinicius wird damit für längere Zeit ausfallen.

In der vergangenen Woche hatte Innenverteidiger Valerien Ismael wegen zahlreicher Verletzungen seine Karriere beendet.

Vermutlich wird Hannover bis zum 31. Januar nochmals auf dem Transfermarkt tätig werden. Als möglicher Kandidat gilt Alexander Madlung, der beim VfL Wolfsburg zurzeit nicht erste Wahl ist. Länger ausfallen nach Operationen werden bei Hannover auch noch Chavdar Yankov (Außenmeniskus) und Jan Schlaudraff (Leiste).

Peters koordiniert S04-Öffentlichkeitsarbeit

Geschäftsführer Peter Peters soll sich künftig um eine verbesserte Außendarstellung von Schalke 04 kümmern.

"Der Aufsichtsrat hat mich gebeten, die Öffentlichkeitsarbeit zukünftig zu koordinieren. Das ist mit dem Trainer, dem Manager und dem Vorstand so besprochen worden", sagte Peters der "Westfälischen Rundschau", bei der er früher selbst als Sport-Redakteur gearbeitet hat.

"Nicht alles gefallen lassen"

"Wir wollen die Vorgänge transparenter machen und werden unser Handeln genauer erläutern. Und wir werden uns nicht mehr alles gefallen lassen", sagte Peters, der auch Vizepräsident des Ligaverbandes ist.

Schalke wolle sich "das Recht herausnehmen", über vereinsinterne Medien wie der Klub-Zeitschrift "Schalker Kreisel" oder der S04-Website "die Dinge zu kommentieren".

Wegen des schlechten Abschneidens in der Bundesliga sowie zahlreicher interner Querelen produzierte der Klub während der Hinrunde fast ständig Negativ-Schlagzeilen.

Peters sieht derweil Anzeichen für eine Trendwende. "Wir haben sicher die eine oder andere schwere Situation gehabt, aber jetzt merke ich, wie in diesem Verein alle nach vorne schauen."

Am Dienstag (ab 19 Uhr LIVE) müssen sich die Knappen im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Carl Zeiss Jena bewähren.

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