Wegen Chelsea: Schürrle kritisiert Bayer
Von Christian Stüwe
München - Das Angebot war verlockend, doch Bayer Leverkusen lehnte die Offerte des FC Chelsea über 25 Millionen Euro für Andre Schürrle konsequent ab.
Schürrle sei sportlich zu wertvoll, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, auch der Nationalspieler habe "klar zu erkennen gegeben, dass er gerne bei uns bleiben würde."
Doch so klar war das offenbar nicht. "Chelsea wäre für mich sehr interessant gewesen", sagte der Nationalspieler im Interview mit dem "kicker".
"So eine Chance bekommt man nicht oft im Leben", führte Schürrle weiter aus: "Ich denke, man fände in der Bundesliga kaum einen Spieler, der sagen würde: Das interessiert mich überhaupt nicht."
Einigung in greifbarer Nähe
Der Nationalspieler berichtet von konkreten Verhandlungen mit Chelsea, eine Einigung mit den Blues sei absehbar gewesen.
Allerdings sei Bayer nicht bereit gewesen, ihn abzugeben.
"Rudi Völler hat mir in mehreren Gesprächen erklärt, warum: Es war kein geeigneter Nachfolger zu finden, und ich sei sportlich zu wichtig für Bayer", berichtete der Flügelstürmer.
Schürrle fühlt sich missverstanden
Er empfinde es als Wertschätzung, dass ein so hohes Angebot für ihn abgelehnt worden sei, sagte Schürrle.
Die Art und Weise, wie der Klub dies verkündete, hat dem 21-Jährigen aber offenbar ganz und gar nicht gefallen.
Schürrle wunderte sich, "dass die ganze Sache so schnell und so detailliert öffentlich kommuniziert wurde".
So sei der Eindruck entstanden, dass er gar nicht wechseln habe wolle.
"Das fand ich ziemlich unglaubwürdig", erklärte Schürrle: "Natürlich habe ich nie gesagt, dass ich unbedingt weg will. Aber jetzt kam es so rüber, als wäre ich gar nicht interessiert gewesen."
Zahlen stören Schürrle
Den Nationalspieler stört auch, dass die mögliche Ablösesumme von 25 Millionen Euro genannt wurde. Die Zahlen setzen ihn offenbar zusätzlich unter Druck.
"Nachdem diese Zahlen öffentlich diskutiert wurden, kann ich mir schon vorstellen, dass mich die Fans dementsprechend mit anderen Augen sehen werden", sagte Schürrle.
"Wenn mal zwei, drei schlechte Spiele kommen, kann es schwierig werden."


