vergrößernverkleinern
Nigel de Jong (l., mit Kroos) schied mit den Niederlanden bei der EM in der Vorrunde aus © imago

Bayern buhlt weiter um Bender, doch Bayer-Boss Holzhäuser erklärt ihn bei SPORT1 für unverkäuflich. Auch de Jong ist ein Thema.

Von Martin Volkmar

München - Der FC Bayern buhlt weiter um Lars Bender.

Kaum auf der China-Reise in Peking gelandet, bekräftigte Karl-Heinz Rummenigge am Montag das Interesse am Leverkusener. (563193DIASHOW: Die Bayern-Planspiele)

"Wir könnten uns schon vorstellen, dass das ein Thema wird beim FC Bayern. Wenn man bereit ist, einen bestimmten Preis zu zahlen, ist das durchaus vorstellbar", sagte der Vorstandsboss.

"Ich empfehle grundsätzlich mit diesem Thema entspannt umzugehen, auch in Leverkusen. Es ist ja bekannt, dass wir uns auf dieser Position umschauen."

Daher verwies Rummenigge auch auf seinen Vorstandskollegen Karl Hopfner, der für mögliche Verhandlungen in München geblieben sei.

Holzhäuser: Bender unverkäuflich

Nach Aussagen von Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser braucht der FCB wegen Bender, dessen Marktwert zwischen 15 und 20 Millionen Euro taxiert wird, aber gar nicht mehr anzuklopfen.

"Lars Bender ist unverkäuflich. Wir geben ihn nicht ab", sagte der Geschäftsführer SPORT1 über den 23-Jährigen, der seinen Vertrag im Frühjahr erst bis 2017 verlängert hatte.

Wie bei Andre Schürrle, bei dem die Rheinländer eine 25-Millionen-Offerte des FC Chelsea ablehnten, will der Klub auch beim zweiten deutschen Nationalspieler nicht einknicken.

Angeblich Anfrage für de Jong

Anscheinend haben die Bayern daher schon den nächsten Kandidaten im Blick: Laut der niederländischen Zeitung "De Telegraaf" hat der Rekordmeister bei Manchester City offiziell um Nigel de Jong angefragt.

Nach SPORT1-Informationen weilte der holländische Nationalspieler bereits vergangene Woche in München.

Bei ManCity war der ehemalige HSV-Profi (2006 bis 2009) zum Ende der vergangenen Saison lediglich noch zweite Wahl, zudem könnten die "Citizens" nur noch in diesem Sommer für den bis 2013 gebundenen de Jong eine Ablöse einstreichen.

[kaltura id="0_9a9vf212" class="full_size" title="Bayern auf Imagetour in Fernost"]

Angeblich rund zehn Millionen Euro Ablöse

Angeblich verlangt der englische Meister für den defensiven Mittelfeldspieler, für den man 19 Millionen Euro nach Hamburg überwies, "nur" rund zehn Millionen Euro.

Das wäre etwa die Hälfte der Ablöse von Lars Bender und sogar nur rund ein Viertel der Summe, die Athletic Bilbao für den ursprünglichen Bayern-Wunschkandidaten Javi Martinez (40 Millionen Euro) aufgerufen hat.

Mehr als rund 20 Millionen Euro will der FCB offenbar nicht zahlen, gleichzeitig sprechen aber die Anfragen für Bender und de Jong dafür, dass unbedingt noch ein Mann für die Position neben Bastian Schweinsteiger geholt werden soll.

Rummenigge: Kein neuer Außenverteidiger

Dagegen schloss Rummenigge den Einkauf eines zusätzlichen Außenverteidigers nach den Verletzungen von David Alaba (rund acht Wochen Pause) und Rafinha (zirka fünf Wochen Pause) aus.

"Wir werden keinen neuen Spieler als Außenverteidiger verpflichten", erklärte der Vorsitzende der "Sport Bild":

"Sowohl Rafinha als auch David Alaba fallen nicht solange aus, dass sie nicht bis zum Saisonstart zurück sind. Ein Transfer wäre idiotisch."

Alaba wird operiert

Am Montag wurde nach weiteren Untersuchungen entschieden, dass sich Alaba nach seinem Ermüdungsbruch im linken Fuß beim Test gegen Neapel (2:3) einer Operation unterziehen muss.

Der Eingriff soll am Dienstag vorgenommen werden.

Rafinha erlitt im gleichen Spiel einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk, muss aber nicht operiert werden.

Ohne die beiden Verletzten sowie die zur Schonung in München gebliebenen Kapitäne Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger war der Bayern-Tross nach rund neunstündigem Flug am Montagmorgen in Peking gelandet.

1000 Fans bei Landung in Peking

Etwa 1000 Fans empfingen das Team in der Hauptstadt Chinas, wo der FCB eine fünftägige PR-Reise mit zwei Testspielen absolviert.

"Wir sind hier Botschafter des deutschen Fußballs in einem Land, das riesige Chancen hat für die Zukunft", sagte Präsident Uli Hoeneß.

"Wenn man als Global Player, der wir sein wollen, diese Chance vier Wochen vor Beginn der Bundesliga hat, dann muss man das nutzen."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel