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Matthias Sammer (r.) beerbt bei Bayern den bisherigen Sportdirektor Christian Nerlinger © getty

Die Trainerlegende vergleicht Heynckes und Sammer mit sich und Hoeneß. Beckenbauer findet weitere Bayern-Transfers unnötig.

Von Martin Hoffmann

München - Er holte mit Bayern fünf Meisterschaften, gewann dreimal den DFB-Pokal und als Krönung die Champions League und den Weltpokal 2001.

Ottmar Hitzfeld steht für Erfolg. Und die Trainerlegende ist überzeugt, dass der neue starke Mann des Rekordmeisters eine ebenso erfolgreiche Ära begründen kann.

"Großartig" sei die Verpflichtung von Matthias Sammer als neuem Sportvorstand, befindet der 63-Jährige im "Bild"-Interview.

Sammer habe einen "unendlichen Ehrgeiz, um Titel zu holen".

Und Hitzfeld ist überzeugt, dass dieser Ehrgeiz schnell die gewünschten Ergebnisse bringt:

"Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Bayern ein drittes Jahr in Folge nicht Meister wird."(SPIELPLAN: Die Bundesliga-Saison 2012/2013)

"Es war nicht immer einfach"

Der Routinier kennt Sammer aus eigener Erfahrung, in Dortmund holte er mit ihm als Spieler zwei deutsche Meisterschaften und die Champions League.

Und er weiß, dass er ein unbequemer Geist ist: "Es war nicht immer einfach mit ihm, aber befruchtend."

Genauso produktiv könne die Zusammenarbeit zwischen Sammer und dem jetzigen FCB-Coach Jupp Heynckes werden:

"Ich kann mir gut vorstellen, dass die Zusammenarbeit zwischen Heynckes und Sammer so fruchtet wie damals zwischen Uli Hoeneß und mir."

Bayern gibt Bender nicht auf

Fraglich bleibt allerdings weiterhin, mit welchem Personal das neue Duo Sammer/Heynckes seine hochambitionierten Ziele anpackt.

Lars Bender haben die Bayern-Bosse trotz der klaren Absage aus Leverkusen nicht aufgegeben.

"Dass der Spieler großes Interesse hat, nach München zu kommen, das wissen wir. Aber ob das am Ende des Tages zu einem Transfer führen wird, kann ich nicht voraussagen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Nachrichtenagentur "dapd".

Man müsse "heutzutage auch mal ein wenig Geduld haben".

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Keine Freigabe von Bayer

Tatsächlich lässt sich aus Benders jüngsten Äußerungen ein Wechselwunsch ablesen - trotz des erst kürzlich bis 2017 verlängerten Vertrags.

"Bayer hat mir zu verstehen gegeben, dass sie mich nicht abgeben", erklärt der Nationalspieler vom Trainingslager in St. Gallen aus:

"Für mich ist es so, dass kein Weg hier wegführt, deswegen spiele ich nächstes Jahr für Bayer. Es ist die gleiche Thematik, wie bei Andre Schürrle, wo sie gesagt haben, dass sie ihn nicht hergeben."

Ein offensives Bekenntnis zum aktuellen Arbeitgeber sieht anders aus. Trotz allem glaubt Bender: "Jetzt sieht es ganz stark danach aus, dass ich in Leverkusen bleibe."

Bayern erhöht im Martinez-Poker

Top-Kandidat für den Posten im defensiven Mittelfeld scheint indes weiterhin der Spanier Javi Martinez zu sein.

Wie die "Sport Bild" berichtet, hat der FCB sein Angebot an Athletic Bilbao auf 26 Millionen Euro erhöht - was aber immer noch 14 Millionen unter der festgeschriebenen Ablösesumme für den 23-Jährigen liegt.

Dazu hält sich weiter das Gerücht um den angeblichen Alternativkandidaten Nigel de Jong von Manchester City, der schon bei der Wohnungssuche in München erwischt worden sein soll (563193DIASHOW: Der Bayern-Transfermarkt).

Rummenigge erteilte dem jedoch eine klare Absage. "Wir wissen, dass de Jong von seinem Agenten überall angeboten wird", sagte Rummenigge der "Sport Bild": "Aber es ist nicht richtig, von einem Interesse des FC Bayern zu sprechen."

Beckenbauer: Keine Transfers mehr nötig

Möglich ist auch das Szenario, dass keiner der Transfers klappt - was für Ehrenpräsident Franz Beckenbauer keine Horrorvorstellung ist.

"Der FC Bayern kommt auch ohne weitere Einkäufe aus", glaubt der Kaiser:

"Der FC Bayern kommt auch ohne weitere Einkäufe aus. Die Spieler müssen nur 10 Prozent Egoismus in den Teamgeist investieren. Dann sind wir wieder auf Augenhöhe mit Dortmund."

An derselben Stelle sieht auch Hitzfeld den Schlüssel für den bayerischen Wiederaufstieg zu altem Glanz: "Die Egoismen müssen jetzt zurückgestellt werden für den Erfolg."

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