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Horst Heldt ist seit gut drei Jahren Manager beim VfB Stuttgart © getty

VfB-Manager Horst Heldt dementiert ein mögliches Engagement von Bernd Schuster nicht. Mario Gomez stärkt Markus Babbel den Rücken.

Von Felix Götz

Stuttgart - Der Auftritt von Stuttgarts Manager Horst Heldt im "Aktuellen Sportstudio" am Samstagabend hat für neue Spekulationen gesorgt.

Bereits seit längerer Zeit halten sich Gerüchte, dass Bernd Schuster ab der kommenden Saison Trainer bei den Schwaben werden könnte. (Stuttgarter Wirbel um Schuster)

Die spanische Zeitung "Sport" hatte bereits in der vergangenen Woche berichtet, Schuster hätte beim VfB einen Vorvertrag unterschrieben.

"Das stimmt nicht, er war bei uns nie ein Thema. Außerdem: Wir sind auch voll versorgt", hatte Präsident Erwin Staudt gegenüber Sport1.de heftig dementiert.

Heldt heizt Spekulationen an

Heldt wollte sich zur Personalie Schuster keineswegs ähnlich deutlich äußern und schloss eine Verpflichtung trotz mehrerer konkreter Nachfragen nicht aus.

Stattdessen flüchtete sich Heldt in ausweichende Antworten: "Ich mag da kein Thema daraus machen. Was über den Sommer hinausgeht wird man sehen."

Mit dieser Aussage, die nun wahrlich kein eindeutiges Bekenntnis zu Teamchef Markus Babbel über diese Saison hinaus ist, heizte Heldt die Spekulationen weiter an.

Heldt fordert ein Umdenken

Der Manager forderte zudem ein Umdenken beim DFB für ähnliche Fälle wie den Babbels, der keinen Trainerschein besitzt und ihn daher so schnell wie möglich erwerben soll: "Der DFB muss Rahmenbedingungen schaffen, weil Babbel kein Einzelfall bleiben wird."

Er hoffe, dass der DFB zu einem vernünftigen Kompromiss kommen werde.

Gomez stärkt Babbel den Rücken

Mario Gomez hat sich unterdessen für Babbel, dessen Zukunft weiterhin ungewiss ist, stark gemacht. (Winterfahrplan VfB Stuttgart)

"Ob er nun Fußballlehrer ist oder nicht, spielt weder für mich noch für die Mannschaft eine Rolle", sagte Gomez.

Babbel habe dem Team zum Aufschwung verholfen und den vielen unzufriedenen und abgeschriebenen Spielern unter Vorgänger Armin Veh neuen Mut gegeben.

"Babbel besitzt eine wahnsinnige Austrahlung und Autorität. Er gibt jeden Tag die Richtung vor, und wir ziehen alle mit", erklärte Gomez.

Kaka als Vorbild

Abseits der Trainerdiskussion hat sich Gomez den Brasilianer Kaka vom AC Mailand zum Vorbild genommen und hat angekündigt, die Schwaben nicht wegen des Geldes zu verlassen.

"Kaka hat gerade den Wechsel zu Manchester City abgesagt, obwohl ihm die Engländer ein weitaus höheres Gehalt geboten haben. Das finde ich gut. Wenn ich den VfB irgendwann verlassen sollte, muss es zu 100 Prozent passen", sagte der 23-Jährige der "Welt am Sonntag".

Gomez fühlt sich rundum wohl

"Manche Spieler wollen so viel Geld wie möglich verdienen - ich gehöre nicht dazu.

"Mir sind Erfolg und Spaß an der Arbeit wichtig." Das gehe nur, wenn man sich rundherum wohl fühle. Das sei bei seinem Heimatverein VfB der Fall.

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