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Nationalstürmer Lukas Podolski (r.) spielt ab Sommer für den 1. FC Köln © imago

Der Nationalspieler will mit Köln ins internationale Geschäft. Zuvor erklärt er, weshalb es mit Klinsmann beim FCB nicht passte.

München - Lukas Podolski vom FC Bayern München peilt nach seiner Rückkehr im Sommer zum 1. FC Köln mittelfristig das internationale Geschäft an.

"Ich war vom Konzept des Vereins überzeugt, dass es sportlich vorangehen soll in den nächsten Jahren. Und ich will ein Teil davon sein", sagte der 23-Jährige im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF.

Er selber wolle sportlich nach vorn kommen, der Verein ebenfalls - "und das muss das Ziel sein in den nächsten Jahren".ad

Klinsmanns Aussage frustrierte "Poldi"

Warum es nach Felix Magath und Ottmar Hitzfeld auch unter dem aktuellen Trainer Jürgen Klinsmann nicht geklappt habe, begründete Podolski, indem er weiter ausholte und berichtete: "Man kam von einer tollen EURO, man wusste, es kommt ein neuer Trainer, den man kennt von der WM."

Wie es dann weiterging, schilderte "Poldi" so: "Man kommt dann motiviert hier hin ins Leistungszentrum und hört dann direkt, man ist Stürmer Nummer drei, der Prozess wird ein, zwei Jahre dauern - das war nicht gerade motivierend. Ich habe versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Aber ich habe gesehen, es bringt nichts."

Kampfansage an Donovan

Von einer Zurückstufung in der Stürmerhierarchie auf Platz vier hinter Landon Donovan, wie Klinsmann jüngst andeutete, will der Nationalspieler nichts wissen: "Wenn ich fit bin, dann bleiben meine Hauptkonkurrenten Miroslav Klose und Luca Toni."

Zum Wechsel nach Köln, sagte er, er habe sich Gedanken gemacht, wohin er gehen solle, habe sich dann aber voller Überzeugung für seinen Heimatklub entscheiden. "Ich hatte beim FC das richtige Gefühl für mich."

Vertrauen auf Kölns Konzept

Wenn das mittelfristige Konzept nicht gepasst hätte, "wenn die nur mich geholt hätten und die nächsten drei Jahre nichts passieren soll, dann hätte ich den Schritt auch nicht gemacht", sagte Podolski, der für rund zehn Millionen Euro Ablöse zurückkehrt und einen Vertrag bis 2013 unterzeichnet hat.

Den Wechsel von Köln nach München nach der WM 2006 bezeichnete Podolski trotz aller Enttäuschungen als richtige Entscheidung. "Ich denke, das war ein richtiger Schritt. Ich habe hier viel Erfahrung sammeln können, ich habe hier mit guten Leuten trainieren können."

Jetzt freue er sich auf die neue Herausforderung in Köln.

Bis dahin wolle er "das halbe Jahr jetzt hier nochmal Gas geben, deutscher Meister, Pokalsieger und vielleicht auch Champions-League-Sieger werden, dann ist das ein schöner Abschied".

Daum lenkt Blick auf aktuelles Team

Derweil äußert sich Kölns Trainer Christoph Daum im "Kölner Express".

Er sagte: "Wir alle freuen uns über die Verpflichtung von Lukas Podolski. Aber eines sollte uns klar sein: Ohne die Leistung der Mannschaft, die jetzt hier ist, wäre so ein Transfer für den 1. FC Köln gar nicht möglich gewesen."

Besonders galt das Lob lobt dem Kapitän Milivoje Novakovic.

"Ohne Nova gäbe es keinen Poldi. Seine Tore und die Mannschaft haben uns in die Bundesliga gebracht und dort für eine starke Hirnunde gesorgt. Das dürfen wir nicht vergessen."

Als Ziel für die Rückrunde gab Daum 45 Punkte vor.

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