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Der Brasilianer Diego kam 2006 vom FC Porto zum SV Werder Bremen © getty

Werder-Sportdirektor Klaus Allofs wäscht dem Brasilianer den Kopf. Gladbach-Fans beschimpfen Baumjohann. Die Bundesliga-Splitter.

München - Sportdirektor Klaus Allofs von Werder Bremen hat dem Mittelfeldstar Diego nach dessen jüngsten Eskapaden den Kopf gewaschen. (Diego bei Alkohol-Fahrt erwischt)

"Ich habe lange mit ihm geredet und ihm klargemacht, wie wichtig er für uns ist und unter welcher Beobachtung er in den nächsten Wochen von allen Seiten steht", sagte Allofs im DSF-Doppelpass.

Diego wurde in der vergangenen Woche mit einem Alkoholwert von rund 0,8 Promille im Blut am Steuer seines Autos erwischt.

Da es sich bei dem Vergehen um eine Ordnungswidrigkeit handelt, darf Diego zunächst seinen Führerschein behalten, wird aber wohl mit einem Fahrverbot für mehrere Wochen belegt.

"Die Geschichte wird aufgebauscht"

Gleichzeitig nahm Allofs den Brasilianer aber auch in Schutz: "Die Geschichte wird aufgebauscht. Es ist zwar nicht angenehm, fällt für uns aber nicht in die Kategorie Undiszipliniertheiten - auch wenn es die Öffentlichkeit gerne sehen würde, dass wir Geldstrafen verhängen. Wir gehen da einen anderen Weg."

Allofs nahm auch zu den Spekulationen um mögliche Transfers von Diego und Angreifer Hugo Almeida Stellung: "Wir wissen um die Begehrlichkeiten anderer Klubs, Spielern einen Wechsel schmackhaft zu machen. Aktuell steht Diego aber nicht zum Verkauf. Genauso wenig gibt es weder von Hoffenheim noch von Liverpool Angebote für Hugo Almeida."

Die Zeitung "News of the World" hatte von einer 27-Millionen-Euro-Offerte von Manchester City für Diego berichtet.

Sport1.de hat weitere Neuigkeiten der Bundesliga zusammengefasst (Hier gehts zur Übersicht aller 18 Bundesligisten!).

Fans beschimpfen Baumjohann

Vor seinem Wechsel zum FC Bayern München im Sommer muss sich Alexander Baumjohann wüste Beschimpfungen der Gladbach-Fans gefallen lassen.

Als Trainer Hans Meyer den 22-Jährigen beim Spiel gegen Mlada Boleslav nach einer Stunde einwechselte, musste sich Baumjohann als "Bayern-Schwein" beleidigen lassen.

Der Mittelfeldspieler antwortete mit einem herrlichen Treffer, der den Gladbachern den 1:0-Sieg sicherte.

Daraufhin lief Baumjohann in die Nordkurve und presste den Zeigefinger vor seine Lippen.

Anpfiff von Meyer

Für diese Aktion bekam er nicht nur zusätzliche Beschimpfungen der Fans, sondern auch einen Anpfiff von Meyer.

"Der Junge ist nicht nervenstark genug, er hat dumm reagiert. Ich habe ihm gesagt, er solle seine Leistung bringen, ein bisschen mehr überlegen und Größe zeigen", wetterte der 66-Jährige.

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