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Erwin Staudt führt seit 2003 den VfB Stuttgart als Präsident © getty

VfB-Präsident Erwin Staudt stärkt Teamchef Markus Babbel den Rücken. An einem guten Tag könne Stuttgart jedes Team schlagen.

Von Mathias Frohnapfel

München - Trotz der anhaltenden Trainer-Diskussionen in Stuttgart:

VfB-Präsident Erwin Staudt bekennt sich klar zu Teamchef Markus Babbel.

"Er genießt den Respekt aller Beteiligten", sagt Staudt im Interview mit Sport1.de über den 36-Jährigen, der seit November die Stuttgarter coacht.

Bisher hat Babbel mit den Schwaben noch kein Spiel - Testspiele inklusive - verloren (Winterfahrplan VfB Stuttgart). ad

Staudt ist von Babbels Arbeitsweise überzeugt und dementiert anders als VfB-Manager Horst Heldt (Heldts Eiertanz in Sachen Schuster) jeglichen Kontakt zu dem möglichen Trainer-Kandidaten Bernd Schuster.

Staudt hatte Sport1.de schon am Mittwoch erklärt: "Natürlich wissen wir, dass es einen Bernd Schuster gibt, aber mit ihm hat noch niemand geredet. Außerdem: Wir sind auch voll versorgt."

Zudem geht der VfB-Präsident auf die Rückrundenvorbereitung, das schwere Pokalspiel gegen Bayern München (Di., ab 20 Uhr LIVE) und die offene Entscheidung von Keeper Jens Lehmann ein.

Sport1.de: Herr Staudt, Sie haben die jüngsten Spekulationen um Bernd Schuster als kommenden VfB-Trainer entschieden dementiert. Woher nehmen Sie die Zuversicht, eine Einigung mit dem DFB über eine Weiterbeschäftigung von Markus Babbel zu erreichen?

Erwin Staudt: Das besprechen wir mit dem DFB. Eine öffentliche Diskussion wäre da nicht förderlich.

Sport1.de: Was zeichnet Markus Babbel aus?

Staudt: Er ist eine echte Führungspersönlichkeit, ein typisches Alpha-Tier. Er ist sehr kompetent und hat eine natürliche Autorität. Und er genießt den Respekt aller Beteiligten - der Vereinsführung, der Spieler und des ganzen Betreuerteams. Mit seinen Erfolgen und seiner internationalen Erfahrung ist er für uns ein ganz wesentlicher Faktor.

Sport1.de: Eine offene Vertragsfrage besteht im Moment auf der Torhüterposition bei Jens Lehmann. Wie zuversichtlich sind Sie, das in nächster Zeit regeln zu können?

Staudt: Das ist natürlich sehr von Jens Lehmanns Lebensplanung abhängig. Da können und wollen wir ihm nicht reinreden. Wir können nur betonen, dass er sehr wichtig für uns ist. Nicht nur als Spieler auf dem Platz, sondern auch in der täglichen Ausbildung unserer beiden jungen Torhüter. Wir wollen ihn als Persönlichkeit und als Torwart behalten.

Sport1.de: Bei Stürmer Mario Gomez heißt es, er sei unverkäuflich. Gibt es dennoch eine Summe, bei welcher der VfB schwach werden könnte?

Staudt: Das lässt sich nicht beziffern. Wir sind froh, dass wir einen Vertrag mit ihm bis 2012 haben. Und wenn es nach uns geht, wird er den Vertrag auch erfüllen, weil er ein sehr wichtiger Spieler für uns ist.

Sport1.de: Mit Blick auf die Rückrunde: Was stimmt Sie optimistisch, dass die Mannschaft noch einmal Richtung UEFA-Cup-Plätze angreifen wird?

Staudt: Mich macht zuversichtlich, was ich in den letzten fünf Spielen vor der Winterpause gesehen habe: Eine sehr hohe Einsatzbereitschaft und eine Mannschaft, die wieder mit Begeisterung Fußball gespielt hat. Auch in den Vorbereitungsspielen konnte man sehen, dass die Mannschaft kämpft und alles zeigen will. Wenn wieder alle gesund sind und der Trainer aus dem Vollen schöpfen kann, haben wir eine starkes Team, das an einem guten Tag jeden schlagen kann.

Sport1.de: Wie wichtig ist das Pokalspiel gegen den FC Bayern München? Gegen den Meister kann man ja auch durchaus verlieren.

Staudt: Das macht ja die Sache so schön, dass alles drin ist. Aber wir wollen natürlich die nächste Runde im Pokal erreichen.

Sport1.de: Beim 2:2 im Test gegen Freiburg hat die Mannschaft noch stark unter dem Ausfall vieler leicht angeschlagener Spielern gelitten...

Staudt: Dazu kam, dass die Mannschaft morgens noch trainiert hatte. Vorbereitungsspiele haben generell nur eine begrenzte Aussagekraft. Aber man hat gute Ansätze erkannt und jetzt kommen nach und nach mehrere zuletzt angeschlagene Spieler zurück ins Team. Es gilt, wieder an die Leistungen von vor der Rückrunde anzuknüpfen. Wir sind noch in drei Wettbewerben vertreten, das ist ein anspornendes Element für die Spieler.

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