

Nach Eintracht-Comeback: Alle sauer auf Kinhöfer
Frankfurt - Zwei Themen bestimmten nach dem 2:1 (0:1) von Eintracht Frankfurt gegen Bayer Leverkusen die beiden Mannschaften. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
Zum einen die Leistung von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer und zum anderen das glückliche Händchen von Eintracht-Trainer Armin Veh.
Kinhöfer agierte unglücklich und lag gleich mehrfach falsch. Vor allem in der ersten Halbzeit fiel das Schiedsrichter-Gespann durch gravierende Fehler auf.
Das abgepfiffene Tor durch Aigner war zumindest zweifelhaft. Der Ball soll vor Rodes Pass die Torauslinie überschritten haben.
Dann hatte Eintracht-Verteidiger Anderson Glück, dass er nicht vorzeitig duschen gehen konnte, nachdem er gegen Bellarabi eine Kopfnuss andeutete. Kinhöfer beließ es bei Gelb.
Auch Leno konnte froh sein, dass er das Ende der ersten Halbzeit noch auf dem Platz erleben durfte. Seine Notbremse gegen Meier im Strafraum blieb gänzlich ungeahndet.
Statt Elfmeter und Rote Karte gab es Abstoß für Leverkusen.
Herbe Kritik von Kießling
Und doch ließ vor allem Bayer-Stürmer Stefan Kießling kein gutes Haar am Unparteiischen. "Wir hatten in der ersten Halbzeit das ein oder andere Mal Glück mit den Entscheidungen", gab der Angreifer bei "Sky" zu, um dann nachzulegen:
"Aber was in der zweiten Hälfte passiert ist - wir haben nicht gut gespielt, müssen uns an die eigene Nase fassen - aber er hat nur gegen uns gepfiffen, nur Mist. Wie man nach so einer ersten Halbzeit so eine zweite pfeifen kann, verstehe ich nicht."
Veh wechselt Sieg ein
Die Frankfurter wollten sich nach Spielende nicht lange mit dem Schiedsrichter aufhalten, sondern stellten die eigene Leistung in den Vordergrund.
"Der Trainer hat die richtige, mutige Taktik gewählt. Es wäre fatal gewesen, wenn wir am Ende - nach so einer eklatanten Fehlentscheidung des Schiedsrichters in der ersten Halbzeit - mit leeren Händen dagestanden hätten", sagte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen bei LIGA total! und lobte sein Team:
"Die Mannschaft hat sich nicht beeindrucken lassen, hat aufopferungsvoll gekämpft."
Armin Veh wechselte den Sieg ein. Nach der starken Flanke des für Takashi Inui gekommenen Stefano Celozzi, köpfte Martin Lanig nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung den Siegtreffer der Hessen gegen Europa-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen (82.). (DIASHOW: Der 1. Spieltag)
Starker Anfang von Bayer
Zuvor hatte in Stefan Aigner (57.) ein weiterer Neuzugang die Bayer-Führung durch das Tor von Stefan Kießling (29.) egalisiert.
Leverkusen verpasste es, die Dominanz der Anfangsphase in Zählbares umzumünzen und machte die Gastgeber so unnötig stark. related links
Die Bayer-Elf begann vor 27.950 Zuschauern - wegen unsportlichen Verhaltens der Eintracht-Fans in der vergangenen Saison waren nur maximal 26.500 Heim- und 5000 Gästefans zugelassen - engagierter und stellte die neuformierte Eintracht-Abwehr immer wieder vor Probleme.
Kießling sehr agil
Besonders Kießling tauchte immer wieder vor Torwart Kevin Trapp auf, der trotz seiner Roten Karte im DFB-Pokal wieder das Vertrauen von Trainer Armin Veh bekommen hatte.
Der Stürmer scheiterte erst nach starkem Pass von Stefan Reinartz an Keeper (26.), um vier Minuten später per Abstauber nach Schuss von Karim Bellarabi zu treffen.
Weckruf für die Eintracht
Der Treffer wirkte eher für die Frankfurter als für die Gäste wie ein Weckruf. Die Mannschaft von Veh, der sein 200. Bundesligaspiel feierte, spielte mutiger nach vorne und kam zu ihren Chancen.
Sekunden vor der Pause schoss Neuzugang Olivier Occean den Ball aus sechs Metern in die Wolken.
Nach der Pause waren beide Team gleichwertig. Nachdem Bayer-Kapitän Simon Rolfes das zweite Tor verpasste (50.), staubte Aigner auf der Gegenseite nach dem Schuss von Neuzugang Takashi Inui ab.
Occean vergibt Großchancen
In der Folge spielten beide Teams mit offenem Visier. Kießling setzte in der 71. Minute seinen Kopfball knapp über das Tor, Sekunden später scheiterte der eingewechselte Gonzalo Castro.
Für Frankfurt verpassten Occean (73.) und Rode (76.) die Führung, die schließlich Lanig nach Flanke des ebenfalls eingewechselten Stefano Celozzi gelang.
Beste Spieler bei den Gastgebern waren Inui und Aigner, bei den Gästen überzeugten Kießling und Rechtsverteidiger Daniel Schwaab.


