"Willkommen Ibrahim": Afellay zu Schalke
Von Andreas Kloo
München/Gelsenkirchen - Schalke 04 ist der Transfer-Coup gelungen:
Der niederländische Nationalspieler Ibrahim Afellay wechselt vom FC Barcelona zu den Königsblauen.
Dies bestätigte der Verein am Freitagmorgen.
"Wir freuen uns, dass es geklappt hat. Danke an Barcelona, die uns entgegen gekommen sind", sagte Manager Horst Heldt.
Die Gelsenkirchener leihen den 26 Jahre alten Außenstürmer für ein Jahr vom spanischen Vizemeister aus.
"Ich freue mich auf Ibrahim. Er hat besondere Qualitäten und kann auf mehreren Positionen spielen", erklärte Trainer Huub Stevens.
Huntelaar twittert Willkommensgrüße
Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar twitterte schon am Donnerstag: "Ich möchte Ibrahim Afellay bei S04 willkommen heißen. Am Freitag um 16 Uhr ist Training - nicht vergessen. Willkommen Ibrahim Afellay."
Die Vepflichtung von Huntelaars Landsmann gibt Schalke auch bessere Karten im Ringen um dessen Vertragsverlängerung. (DIASHOW: Bundesliga-Transfermarkt.
Zuletzt hatte der Angreifer Verstärkungen gefordert und sich zudem für einen Verbleib von Kyriakos Papadopoulos stark gemacht.
"Natürlich ist auch Klaas-Jan froh, wenn wir eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen", meinte Heldt. "Das hat auf alle eine Wirkung."
Kaufoption illusorisch
Es wird allerdings wohl nur ein einjähriges Intermezzo für den niederländischen EM-Teilnehmer werden.
Eine Kaufoption sei illusorisch, erklärte Heldt. Die Ablösesumme würde dann mindestens zehn Millionen Euro betragen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
"Das ist für uns nicht zu stemmen", stellte der Sportvorstand klar.
Alter Bekannter für Stevens
Laut "Voetbal International" hielt sich Afellay, der auch mit dem FC Liverpool und den tottenham Hotspurs verhandelt hatte, am Donnerstag zu letzten Gesprächen in Gelsenkirchen auf.
In Stevens würde er auf einen alten Bekannten treffen. Der niederländische Fußball-Lehrer hatte den Flügelflitzer in der Saison 2008/2009 beim PSV Eindhoven gecoacht.
Stevens rühmte Afellay als flexibel einsetzbaren Spieler. "Er kann zentral spielen, aber auch links oder rechts."
In Barcelona kam Afellay allerdings nicht über die Rolle des Edelreservisten hinaus, was aber auch an seinem Kreuzbandriss im vergangenen Sommer lag.
In eineinhalb Jahren absolvierte er zwanzig Ligaspiele für Barca.
Jurado und Edu gehen
Zudem leiht Schalke wie erwartet Jose Manuel Jurado an Spartak Moskau aus.
Der Mittelfeldspieler war vor zwei Jahren für eine Ablösen von 13 Millionen Euro von Atletico Madrid zu Schalke 04 gewechselt, konnte aber nur selten sein Potenzial ausschöpfen.
"Er hat hier nicht das gezeigt, was er kann", zog Stevens ein enttäuschtes Fazit.
Zudem geht Stürmer Edu bis Ende des Jahres auf Leihbasis zur Spvgg Greuther Fürth.
Papadopoulos bleibt
Erhalten bleibt den Schalkern dagegen Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos.
Wie der Klub auf seiner Homepage mitteilte, lehnte der Grieche das Angebot von Zenit St. Petersburg ab.
Die Russen hatten angeblich 20 Millionen Euro für "Papa" geboten und sich nach Angaben von Heldt "hartnäckig" um den kopfballstarken Abwehrspieler bemüht.
Doch Papadopoulos hält Schalke weiterhin die Treue:
"Jeder kann sich denken, dass das Angebot von Zenit finanziell sehr lukrativ war. Aber die Tatsache, dass ich weiter hier bin und auch bleibe, sagt doch alles darüber aus, wie ich zum Verein stehe: Ich bleibe, weil ich gern für Schalke 04 spiele!", verkündete er.


