Martinez, Dante und Co.: Bayerns Traum-Team
Von Reinhard Franke
München - Javi Martinez darf sich endlich auch ganz offiziell Spieler des FC Bayern nennen ( Bericht).
Seine Verpflichtung war der Transfer-Marathon des Sommers und die 40 Millionen Euro Ablöse eine Summe, wie es sie in der Bundesliga noch nie gegeben hat. (DIASHOW: Bundesliga-Rekordtransfers)
Der 23-Jährige Baske wird den Konkurrenzkampf im Kader des Rekordmeisters verschärfen, vor allem im Mittelfeld gibt es nun ein Überangebot an Spielern.
Doch die neuen Kollegen wollen Martinez bei der Integration unterstützen und mit offenen Armen empfangen.
"Wir werden ihm helfen. Wenn Javi etwas braucht, sind wir da. Das ist der FC Bayern - eine große Familie", sagte Franck Ribery in der Münchner "Abendzeitung".
Auch die anderen Kollegen empfangen Martinez nicht argwöhnisch - trotz des nun steigenden Drucks.
Gustavo will Martinez helfen
Selbst Luiz Gustavo, der seinen Platz im defensiven Mittelfeld an Martinez verlieren dürfte, äußerte sich positiv über den künftigen Rivalen. Er wolle dem Neuen helfen, sagte er:
"Ich habe in meinem ganzen Leben immer Konkurrenz gehabt, bei allen Vereinen. Ich finde es gut mit so viel Konkurrenz." An einen Klubwechsel denke er nicht, ergänzte Gustavo.
Doch wie wirkt sich der Wechsel des 40-Millionen-Mannes auf den neuen Kader der Münchner wirklich aus? SPORT1 zeigt, wie die neue Wunschelf von Trainer Heynckes aussehen könnte.
Nur im Tor bleibt alles beim Alten
Das Tor ist das Hoheitsgebiet von Manuel Neuer, dahinter steht mit Tom Starke (aus Hoffenheim) eine neue Nummer zwei. Die Abwehr wurde durch den Ex-Gladbacher Dante hochwertig verstärkt.
Der Brasilianer wird sich, wenn der momentan verletzte David Alaba auf die linke Seite zurückkehrt, mit Jerome Boateng und Daniel van Buyten um den Platz neben Holger Badstuber streiten. Nach einer ordentlichen Vorbereitung hat Dante einen kleinen Vorsprung vor Boateng.
Auf der rechten Abwehrseite ist Philipp Lahm vor Dantes Landsmann Rafinha gesetzt. Seit der FCB-Kapitän wieder auf seiner favorisierten Spielhälfte ran darf, ist er auch im Angriff deutlich gefährlicher als zuvor.
Links hat sich Youngster David Alaba zur Stammkraft nach oben gearbeitet. Diego Contento bleibt nur die Rolle als Backup.
Was wird aus Tymoshchuk?
Im Mittelfeld ist Bastian Schweinsteiger neben Martinez gesetzt. Wenn er wieder komplett fit ist, führt an ihm kein Weg vorbei. Für Heynckes ist Schweinsteiger nach wie vor "einer der besten Mittelfeldspieler in Deutschland und das wird er auch wieder beim FC Bayern zeigen."
Leidtragender des Martinez-Transfers dürfte wohl Anatoliy Tymoshchuk sein. Mindestens bis zum Winter wird der Ukrainer trotzdem bleiben, auf der Transferliste taucht sein Name am letzten Tag der Wechselperiode nicht auf.
Müller hat die Nase vorn, Shaqiri setzt Duftmarke
In der Offensive hatte Heynckes eigentlich eine Wunschaufstellung mit Toni Kroos in der Zentrale, der Flügelzange Arjen Robben und Franck Ribery sowie Top-Torjäger Mario Gomez gefunden.
Doch Kroos dürfte es wie Tymoshchuk und Luiz Gustavo schwer haben nun seinen Platz zu finden.
Thomas Müller hat in der Offensive durch ansteigende Form noch die Nase vorn. Die Außenpositionen sind mit Robben und Ribery fest besetzt. Xherdan Shaqiri, der aus Basel kam und seine Klasse schon aufblitzen ließ, scharrt schon mit den Hufen.
Mandzukic nutzt Gomez-Pause
Im Sturm hat in der Vorbereitung Neu-Bayer Mario Mandzukic gefallen. Der Kroate überzeugte bisher und traf regelmäßig. Mario Gomez sollte aber dennoch einen Bonus haben, wenn er wieder genesen ist.
Bleiben noch die Bayern-Youngster Mitchell Weiser und Emre Can. Sie sollen reinschnuppern, können froh sein, wenn sie die eine oder andere Bundesliga-Minute spielen dürfen.
Doch selbst das könnte bei den neuen Super-Bayern äußerst schwer werden.


