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Fabian Giefer war zwischen 2009 und 2012 bei Bayer Leverkusen unter Vertrag © imago

Vor dem Rheinderby gegen Gladbach spricht Düsseldorfs Torhüter Fabian Giefer über Fortunas Saisonstart und die Neuzugänge.

Von Jakob Gajdzik

München - Fabian Giefer ist keiner, der sich kurzfristig von Erfolgserlebnissen blenden lässt.

Trotz des perfekten Saisonstarts seiner Fortuna gegen den FC Augsburg - drei Punkte, kein Gegentor - verfällt der 22-jährige Torhüter nicht in Träumereien (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Den Auftaktsieg dürfe man "nicht überbewerten", sagt der 1,96-Meter-Mann im Interview mit SPORT1.

Am 2. Spieltag empfangen die Düsseldorfer Borussia Mönchengladbach (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) zum "Quasi-Geisterspiel-Derby". Wegen des Teilausschlusses nach dem Relegationsrückspiel gegen Hertha BSC dürfen nur 25.000 Fans in die Esprit-Arena.

Bei SPORT1 spricht Fabian Giefer über den Saisonstart der Fortuna, das große Duell gegen Borussia Mönchengladbach und die zahlreichen Neuzugänge.

SPORT1: Herr Giefer, Sie haben mit der Fortuna zum Auftakt 2:0 in Augsburg gewonnen. Wie bewerten Sie den Start in die Saison?

Fabian Giefer: Es war für uns alle schön und wichtig, dass wir gewonnen haben - gerade weil es das erste Spiel in der Bundesliga nach 15 Jahren war. Augsburg ist auch einer der Gegner, mit denen wir uns messen müssen. Das war ein klasse Start, den wir aber nicht überbewerten dürfen. Am Samstag steht Gladbach vor der Tür, und das wird genauso wichtig.

SPORT1: Sie sprechen das Derby gegen Gladbach an: Was würde in Düsseldorf los sein, falls sie gegen die Borussia gewinnen?

Giefer: Es ist natürlich erst einmal unser Ziel, die Punkte bei uns zu Hause zu behalten. Was in Düsseldorf los ist, ist ohnehin der Wahnsinn. Die Fans sind super heiß darauf. Sollten wir was mitnehmen, wird - im positiven Sinne - die Hölle los sein.

SPORT1: Wie stehen die Chancen gegen den Europa-League-Teilnehmer aus Gladbach?

Giefer: Die Gladbacher haben eine richtige gute Saison gespielt und sind auch verdient im internationalen Geschäft. Sie haben eine gute Qualität im Kader, aber ich glaube, dass wir zu Hause unsere Chance haben.

SPORT1: Das Stadion wird wegen des Teilausschlusses der Fans nicht voll sein, es dürfen nur 25.000 Fans rein. Wie schwer wiegt das für Sie?

Giefer: Es ist dennoch ein Heimspiel für uns und ein Großteil der Fans ist immer noch für Düsseldorf. Ich glaube, die 25.000 Anhänger, die da sind, werden richtig gute Stimmung machen.

SPORT1: Sie sind noch nicht lange bei der Fortuna, haben vorher in Leverkusen gespielt. Wie erleben Sie die Anhänger ihres neuen Klubs?

Giefer: Die Düsseldorf-Fans sind sensationell. Man bekommt das schon in den Vorbereitungsspielen mit. Die ganze Stadt freut sich auf die Bundesliga. In Augsburg war die Stimmung schon super, trotz des Auswärtsspiels.

SPORT1: Es gab Gerüchte, dass der FC Bayern an Ihnen interessiert war als Nummer zwei hinter Manuel Neuer. Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, dass Sie sich für die Fortuna entschieden haben?

Giefer: Bei der Fortuna habe ich alles selber in der Hand, bei Bayern wäre die Rollenverteilung dagegen klar gewesen. Ich denke, bei einem Klub wie dem FC Bayern kann man sich mit dem Status der Nummer zwei abfinden, aber das ist nicht mein Ziel. In Düsseldorf kann ich spielen, deshalb war es die richtige Entscheidung.

SPORT1: In Düsseldorf mussten Sie sich gegen Nikolaos Papadopoulos und Robert Almer durchsetzen.

Giefer: Mir war von Anfang an klar, dass ich um die Position kämpfen muss. Aber ich denke, es war ein gesunder Kampf unter uns. Denn wir verstehen uns auch heute noch - auch außerhalb des Platzes - und das wird so bleiben.

SPORT1: Sie sind einer von 16 Neuzugängen bei der Fortuna. Wie läuft das mit einer komplett neuen Mannschaft?

Giefer: Wir haben uns erstaunlich schnell zu einer guten Mannschaft zusammengefunden. Ich denke, man hat das in den ersten Spielen gut sehen können. Das Mannschaftsgefüge mit den neuen und alten Spielern ist schon sehr gut.

SPORT1: Was ist mit der Fortuna möglich?

Giefer: Unser Ziel ist so viele Punkte zu sammeln, dass wir die Klasse halten. Dann schauen wir weiter.

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