

Der HSV verliert auch im Nordderby
Bremen - Rafael van der Vaart hat dem Hamburger SV im 97. Bundesliga-Nordderby kein Glück gebracht:
Unter den Augen seines noch nicht spielberechtigten Neuzugangs verloren die Gäste bei Werder Bremen mit 0:2 (0:0) und kassierten damit ihre fünfte Pflichtspielniederlage hintereinander. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
Den Führungstreffer erzielte vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion Aaron Hunt in der 52. Minute vom Elfmeterpunkt. (DIASHOW: Der 2. Spieltag)
Bei seinem ersten Strafstoß zehn Minuten zuvor war der Mittelfeldspieler noch am glänzend parierenden Rene Adler gescheitert. was ihn nicht daran hinderte, ein zweites Mal anzutreten.
Nils Petersen gelang in der 67. Minute nach einem Ballverlust von Petr Jiracek in der Vorwärtsbewegung und einem anschließenden Pass von Hunt das 2:0.
Schaaf zufrieden
"Wir haben schnell hervorragend ins Spiel gefunden. Im Gegensatz zur Partie in Dortmund hat diesmal auch das Ergebnis gestimmt. Das waren drei Punkte mit einer guten Leistung, das stimmt einen Trainer immer zufrieden", freute sich Werder-Trainer Thomas Schaaf.
"Zwei individuelle Fehler haben das Spiel gegen uns entschieden, damit haben wir uns selbst um den verdienten Lohn gebracht", ärgerte sich HSV-Trainer Thorsten Fink: "Wir waren in der ersten Halbzeit auf dem richtigen Weg, haben dann aber unseren Faden verloren."
Adler verhindert Schlimmeres
Dem früheren Nationaltorhüter Adler hatten es die Hamburger zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel.
Insbesondere in den ersten 45 Minuten hielt er den HSV im Spiel.
Schon nach vier Minuten lenkte der Ex-Leverkusener einen Kopfball von Petersen an die Latte, einen Schuss von Sebastian Prödl (18.) aus kurzer Distanz konnte er spektakulär und mit Bravour abwehren.
Aber auch die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink hatte ihre Möglichkeiten:
Artjoms Rudnevs verzog aus spitzem Winkel nur knapp (6.), in der 33. Minute hatte der Lette erneut die Führung auf dem HSV, scheiterte jedoch am Bremer Schlussmann Sebastian Mielitz.
Rudnevs trifft das Außennetz
Nach dem Seitenwechsel und dem schnellen Rückstand bemühten sich die Rothosen um eine offensivere Spielweise, doch fehlte es speziell im Passspiel oftmals an der erforderlichen Genauigkeit.
Lediglich Rudnevs traf in der 63. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel lediglich das Aussennetz.
120 Sekunden später verzog Ivo Ilicevic knapp.
Jiracek und Badelj ohne Bindung
Den beiden HSV-Neuzugängen fehlte noch die rechte Bindung zu ihren Nebenspielern.
Weder der Tscheche Petr Jiracek noch Milan Badelj konnten entscheidende Akzente setzen, der Kroate wurde in der zweiten Halbzeit durch Robert Tesche ersetzt.
Werders Last-Minute-Transfer Joseph Akpala saß zunächst nur auf der Auswechselbank und kam in der Schlussphase zu seinem Debüt.


