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Bastian Schweinsteiger schoss in 273 Bundesliga-Spielen für Bayern 30 Tore © imago

Robbens Schnupfen verhilft dem Bayern-Leader zu einem glanzvollen Startelf-Comeback. Effe glaubt, dass er noch besser wird.

Von Martin Hoffmann

München - Georg Niedermeier stand diesmal nicht auf dem Platz, das war womöglich ein Fingerzeig für diesen Abend.

War es doch der Stuttgarter Verteidiger, mit dem die ganze Misere 2012 anfing: Es war sein Einsteigen, das im Februar Bastian Schweinsteigers Bänder reißen ließ.

Und eine Verletzungsgeschichte startete, die seitdem kein richtiges Ende fand - bis zu Schweinsteigers beeindruckendem Startelf-Comeback beim 6:1-Sieg des FC Bayern über den VfB. (Bericht)

Es ist das quasi-offizielle Ende einer Leidensgeschichte, Schweinsteiger selbst hat es zumindest bei LIGA total! verkündet: "Ich habe erstmals seit Februar wieder so das Gefühl, ganz gesund zu sein." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dank Robbens Schnupfen

Was in der Zwischenzeit passiert ist, ist oft genug ausgeführt worden: Drei Vize-Titel, eine unglückliche EM - und ein gewisser Elfmeter an einem gewissen Maitag.

Ein Schnupfen von Arjen Robben verhalf dem Dauer-Patienten nun unplanmäßig zu einer heilsamen Trauma-Therapie 606960(DIASHOW: Der 2. Spieltag) .

Schweinsteiger bediente die Mittelfeld-Schaltstation wie in besten Tagen, köpfte das 6:1 nach Vorlage von Thomas Müller ein, verdiente sich die SPORT1-Note 2 (Die SPORT1-Noten).

Bayern mental beflügelt

"So macht Fußball Spaß", meinte Schweinsteiger, dessen Comeback auch den Rest der Truppe mental zu beleben scheint.

Schweinsteiger jedenfalls stellte zufrieden fest, dass ihnen gegen Stuttgart nach dem 0:1 durch Martin Harnik etwas gelang, was zuletzt nicht mehr so oft klappte.

"Wir haben in der vergangenen Saison nicht viele Rückstände aufgeholt", erinnerte er sich. Nur zwei von zehn, um genau zu sein.

Erfolg nur "mit einem guten Schweinsteiger"

Dass es nun wieder klappt, ist ein Indiz für die Richtigkeit der These, die Trainer Jupp Heynckes nach dem Stuttgart-Spiel aufstellte.

"Der FC Bayern kann nur mit einem guten Bastian Schweinsteiger erfolgreich sein", befand der Coach.

Folglich freute er sich ebenso wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, dass der Mittelfeldmann "langsam wieder in die beste Verfassung kommt".

Zeit, sich einzuspielen

Gespannt erwarten dürfen die Bayern, was noch passiert, wenn der gefühlte Neuzugang Schweinsteiger noch den echten Neuzugang an die Seite gestellt bekommt.

Javi Martinez war am Sonntag nur getrennt von seinem neuen Sechser-Kollegen zu bewundern, für den er in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Nun haben die beiden in der Länderspielpause Zeit, sich im Training einzuspielen.

Effenberg sieht Traum-Duo heranreifen

Bundestrainer Joachim Löw schont Schweinsteiger in den anstehenden Spielen gegen die Färöer-Inseln und Österreich.

Martinez haben die Bayern erfolgreich von seinen Verpflichtungen mit dem spanischen Nationalteam losgeeist.

Stefan Effenberg ist überzeugt, dass da ein Traumduo heranwächst, das sich gegenseitig besser machen wird. "Er wird von Martinez profitieren - und umgekehrt genauso", prophezeite Bayerns einstige Mittelfeld-Chef bei "Sky":

"Das wird funktionieren und harmonieren."

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