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Milivoje Novakovic traf bislang zehn Mal für Köln in der Bundesliga © getty

Zwei Tage vor dem Start in die Rückrunde scharren die Bundesligisten mit den Hufen. Sport1.de beleuchtet den Status Quo im Mittelfeld.

Von Martin van de Flierdt

München - Der Countdown zum Rückrundenstart läuft.

Sport1.de beleuchtet bis Freitag den Stand der Dinge in der Bundesliga. Das Tabellenmittelfeld ist in dieser Saison äußerst schmal.

Lediglich drei Mannschaften wähnen sich nach der Hinrunde jenseits von Gut und Böse.

Während das für Aufsteiger 1.FC Köln durchaus ein Erfolg ist, hatten sich Eintracht Frankfurt und besonders Hannover 96 vor Beginn der Spielzeit deutlich mehr vorgenommen. (Der Tabellenrechner) .

Köln und Frankfurt haben im Winter personell nachgelegt. (Winterfahrpläne und Wechselbörsen der 18 Teams)

1. FC Köln ? Tabellenplatz 11, Punkte: 22, Torverhältnis: 19:25

Wäre Christoph Daum im Sommer Platz elf nach einer sorgenfreien Spielzeit angeboten worden, dann hätte der Kölner Coach mit ziemlicher Sicherheit sofort eingeschlagen.

Die Trümpfe, die in der Hinserie beim Aufsteiger stachen, sollen auch in der zweiten Saisonhälfte dafür Sorge tragen, dass der FC nicht ins Schlingern gerät.

Die stabile Defensivzentrale um Pedro Geromel und Youssef Mohamad mit dem versierten Petit gleich davor ist bislang das Kölner Prunkstück. Dass Torjäger Milivoje Novakovic seinen zehn Treffern noch weitere hinzufügt, wäre ein weiterer wichtiger Baustein des FC-Erfolgs im Frühjahr.

Mit Derek Boateng ist eine neue Mittelfeldoption aus Jerusalem an den Rhein gekommen. Manasseh Ishiaku, der nach seiner langen Ausfallzeit im Herbst beinahe ebenfalls als Neuzugang betrachtet werden kann, soll und wird wohl Novakovic entlasten.

Probleme bereiten die Außenverteidigerpositionen. Pierre Wome fällt auf der linken Seite ebenso noch eine Weile aus wie Ümit Özat auf rechts. Miso Brecko wird nur einen von ihnen ordentlich vertreten können.

Sport1.de-Prognose: Die Stimmung in Köln ist bestens, spätestens seit der Verpflichtung von Rückkehrer Lukas Podolski träumen die FC-Fans schon wieder von europäischen Abenden. Zunächst gilt es aber, die Saison solide zu Ende zu bringen. Das sollte gelingen, Köln bleibt im unteren Mittelfeld.

Eintracht Frankfurt ? Tabellenplatz 12, Punkte: 19, Torverhältnis 23:29

Eine Verletzungsproblematik sondergleichen erschwerte der Eintracht den Herbst gewaltig. Das führte Ende Oktober dazu, dass Trainer Friedhelm Funkel beim damaligen Tabellenletzten auf der Kippe stand.

Doch die Hessen ließen einen Zwischenspurt folgen. Nach einigem Hin- und Her ist inzwischen klar, dass Funkel ein weiteres Jahr am Main verbringt und dort Erich Ribbeck als Trainer mit der längsten Amtsdauer ablösen wird.

Dass Funkel nicht noch einmal ähnlich in Bedrängnis gerät, ist anzunehmen. Denn er kann nun aus einem weitaus größeren Personalfundus schöpfen.

Spielgestalter Alexander Meier, Abwehrchef Chris, Verteidiger Aleksandar Vasoski und Sommer-Neuzugang Ümit Korkmaz werden nach ihren langen Verletzungspausen dem Eintracht-Spiel gut tun. (Das Sport1.de-Formbarometer)

Mit dem Kameruner Leonard Kweuke (von Dunajska Streda) für den Angriff und Links- respektive Innenverteidiger Nikola Petkovic (von Roter Stern Belgrad) haben die Frankfurter zudem zwei neue Kräfte im Winter hinzugeholt.

Dass Kapitän Ioannis Amanatidis noch bis März ausfällt, ist angesichts der Treffsicherheit von Nikos Liberopoulos zu verschmerzen.

Sport1.de-Prognose: Die Eintracht wird eine bessere Serie hinlegen als im Herbst, der Rückstand auf die Plätze, die über gehobenes Mittelmaß hinausgehen, ist allerdings schon zu groß. Zu einem einstelligen Tabellenrang dürfte es daher kaum mehr reichen.

Hannover ? Tabellenplatz 13, Punkte: 17, Torverhältnis: 20:32

Den Angriff auf das obere Tabellendrittel hatte sich Hannover vor der Saison auf die Fahnen geschrieben. Doch der namhaft verstärkte Kader blieb weit unter den Erwartungen. Lediglich vier Zähler trennen 96 von der Abstiegszone.

Der überraschende Rückzug von Sportdirektor Christian Hochstätter zum Ende der Spielzeit brachte weitere Unruhe mit sich. Dafür, dass die Niedersachsen in der Rückserie wohl in ruhigeren Gewässern unterwegs sein werden, steht die Rückkehr von Nationaltorwart Robert Enke.

Während seiner Pause wegen eines Kahnbeinbruchs wurde er schmerzlich vermisst.

Nun muss er allerdings eine Abwehr stabilisieren, in der Oldie Michael Tarnat nach zehn Monaten Absenz das Kommando übernehmen muss, da Frank Fahrenhorst, der bislang schwache Mario Eggimann und Sergio Pinto als Notlösung rechts hinten genug mit sich selbst zu tun haben.

Klappt der Last-Minute-Transfer von Fulhams Defensiv-Allrounder Leon Andreasen, würde dies die Sorgenfalten auf der Stirn von Trainer Dieter Hecking erheblich glätten.

In der Vorwärtsbewegung muss von Arnold Bruggink und Star-Einkauf Mikael Forssell sowie Mike Hanke deutlich mehr kommen. Auch weil Jan Schlaudraff nach seiner Leistenoperation vorerst nicht zur Verfügung steht.

Sport1.de-Prognose: Misslingt der Auftakt mit den Spielen gegen Schalke, in Cottbus und gegen Stuttgart, kann es an der Leine noch einmal ungemütlich werden. Die Qualität des Kaders reicht dennoch für den Ligaverbleib.

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