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Mladen Petric erzielte für Borussia Dortmund 13 Tore in 29 Spielen © getty

Die Hamburger haben Dortmunds Torjäger verpflichtet. Im Gegenzug wird HSV-Stürmer Mohamed Zidan zur Borussia wechseln.

Von Daniel Rathjen

München - Der Hamburger SV ist auf der Suche nach einem neuen Stürmer fündig geworden.

Die Hanseaten haben Mladen Petric vom Ligakonkurrenten Borussia Dortmund verpflichtet. Das bestätigte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp am Samstag vor der Partie gegen Bayer Leverkusen.

"Es ist nicht so angenehm mit einem Spieler zu arbeiten, der weg möchte. Ich habe mit Mladen Petric sehr gut zusammengearbeitet, aber der HSV wollte ihn haben", sagte der Coach.

"Wenn Hamburg im Moment jemand haben möchte, wird es schwer, dagegen zu halten. Aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht und uns den Mohamed Zidan geschnappt. Und wir haben noch ein paar Euro dazu bekommen und sind damit dementsprechend nicht unzufrieden."

Vorfreude bei allen Beteiligten

Er freut sich auf seinen "Ziehsohn" aus gemeinsamen Mainzer Tagen, der bei Hamburg nie richtig zum Zug kam. "Natürlich ist es ein bisschen schade, dass ich Hamburg und den HSV verlasse", meinte Zidan.

"Doch ich denke, dass der Wechsel die richtige Entscheidung für mich ist. Ich brauche Spielpraxis, um mich weiterzuentwickeln. Ich freue mich auf den Verein und auch auf Jürgen Klopp. Ich habe in Mainz eine gute Zeit mit ihm gehabt und ich glaube, dass ich für ihn auch in Dortmund gut spielen werde."

Dortmund soll den "Ruhr Nachrichten" zufolge für Petric, der in 29 Spielen 13 Tore erzielte, zusätzlich noch 4,5 Millionen Euro Ablösesumme erhalten.

"Ich freue mich einfach riesig, dass ich ab sofort hier für den HSV spiele", sagte Petric am Sonntag. In Hamburg wird der Kroate auf Ivica Olic treffen, seinen Sturmpartner aus der Nationalmannschaft.

Vorstellung voraussichtlich am Donnerstag

Voraussichtlich am Donnerstag nach der Rückkehr vom Länderspiel gegen Slowenien soll Petric vorgestellt werden. "Mit Mladen kommt ein Spieler zu uns, der in der Offensive variabel einsetzbar und zudem sehr torgefährlich ist. Wir sind davon überzeugt, dass er die Qualität der Mannschaft steigern wird", erklärte Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

Am Freitag hielten sich beide Parteien dagegen noch bedeckt. "Ich möchte mich zu Transfers nicht äußern und kann den Wechsel von Mladen Petric nicht bestätigen", sagte Beiersdorfer nach dem 2:2 gegen Bayern München. Auf dem Parkplatz hatte er sich in einem längeren Gespräch aber wohl schon von Zidan verabschiedet.

Zidan selber erklärte Sport1.de nach zuvor 90 Minuten auf der Bank: "Ich weiß von nichts."

Allerdings reagierte er auf weitere Nachfragen verschmitzt und lächelte vielsagend.

Auch Kranjcar im Anflug?

Auch Offensivakteur Niko Kranjcar (FC Portsmouth) gilt laut "goal.com" übrigens als potenzieller Neuzugang an der Elbe. Mit dem englischen Premier League-Klub FC Portsmouth sollen bereits die ersten Vertrags- und Verhandlungsgespräche geführt worden sein. Auch der Transfer könnte noch an diesem Wochenende als perfekt vermeldet werden.

In Portsmouth hat der 24-Jährige noch einen Vertrag bis 2010 und könnte für eine geschätzte Ablösesumme in Höhe von knapp acht Millionen Euro wechseln.

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