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Jupp Heynckes (r. mit Sammer) gewann 1998 mit Real Madrid die Champions League © getty

Der FCB-Sportvorstand bietet dem Coach an, den Nachfolger mitzubestimmen. Er schließt Heynckes' Verbleib nicht aus.

München - Sportvorstand Matthias Sammer will Bayern-Trainer Jupp Heynckes in die Suche nach dessen Nachfolger einbeziehen.

"Aber selbstverständlich wird er irgendwann mal in alle Pläne involviert. Er kennt den Fußball aus dem Effeff. Wir müssten doch geradezu hirnverbrannt sein, wenn wir ihn außen vor ließen", sagte Sammer in der "Bild"-Zeitung (VEREINSSEITE: FC Bayern).

"Ich will heute überhaupt nicht über den Fall sprechen, ob und wann Jupp Heynckes vielleicht, eventuell, möglicherweise aufhört."

Sammer lässt sich Zeit

Der Europameister von 1996 wollte nicht ausschließen, dass der Coach seinen bis 2013 laufenden Vertrag verlängert:

"Warum sollten wir uns jetzt darauf festlegen, dass kommende Saison Schluss ist? Ich rede mit ihm auch über Dinge nach 2013, nach 2014. Ich will den Trainer begeistern. Was soll der denn zu Hause machen die ganze Zeit?

"Es ist Heynckes' Entscheidung"

Man würde sich bei den Bayern limitieren, wenn schon alles beschlossen wäre, sagte Sammer, der am Mittwoch 45 Jahre alt wird. "Der Tag der Entscheidung kommt. Und es ist Jupp Heynckes' Entscheidung."

Sein gutes Verhältnis zu Heynckes will er sich nicht zerstören lassen.

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"Teilweise wird versucht, unser gutes Verhältnis zu beschädigen. Da werden ungeheuerliche Dinge konstruiert, was mich sehr traurig macht. Ich weiß, dass Jupp Heynckes totale Loyalität von mir erwartet. Dieser kann er sich sicher sein", sagte Sammer.

Kahn verärgert Sammer

Besonders die Aussage des ehemaligen Bayern-Torhüters Oliver Kahn, er wirke wie ein zweiter Trainer, stört Sammer: "Weil ich ein super Verhältnis zu ihm habe. Und weil ich ihm schon tausend Mal persönlich erklärt habe, wie ich die Rolle eines Sportdirektors und wie die Rolle eines Trainers sehe."

Dass Kahn nun sein Auftreten kritisiere, enttäusche ihn sehr. "Er darf sich solche Aussagen nicht erlauben."

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