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Der "Messias" ist zurück: Rafael van der Vaart unterschrieb beim HSV bis 2015 © imago

Gleich in seinem ersten Spiel für den HSV glänzt Rafael van der Vaart und versetzt ein Dorf in Ausnahmezustand. Fink lobt ihn.

Von Reinhard Franke

München - "Der verlorene Sohn ist zurück", begrüßte der Stadionsprecher Rückkehrer Rafael van der Vaart.

Und kaum ist der Niederländer wieder da, kehrt auch ein wenig Begeisterung zum kriselnden HSV zurück. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach dem 12:0-Testspielsieg des Hamburger SV beim Sechstligisten SC Schwarzenbeck musste Rafael van der Vaart noch lange Autogramme schreiben.(KOLUMNE: van der Vaart kein Allheilmittel)

2.500 Fans beobachteten den Testkick, aber "wir hätten locker 10.000 Tickets verkaufen können", sagte Schwarzenbecks Sportchef Frank Flatau, der "Hamburger Morgenpost".

Schneller Treffer

Lange mussten die Fans nicht warten, bis der 29 Jahre alte Niederländer seinen ersten Treffer im neuen alten Trikot erzielte.

Nach 6 Minuten und 25 Sekunden schlug er zu, weitere Treffern bereitete er vor, mit einem Fallrückzieher sorgte er für Glanz.

"Er war an fast jedem Tor beteiligt. Das sagt fast alles", lobte HSV-Trainer Thorsten Fink.

Auch der "kleine Engel" selber war zufrieden. "Das war ein schöner Abend", erklärte van der Vaart: "Mir gefällt dieser Hype. Ist doch toll, wenn die Fans mich mögen."

Van der Vaart direkt Kapitän

Welchen Stellenwert van der Vaart beim HSV genießt, bewies auch die Tatsache, dass er direkt die Kapitänsbinde überstreifen durfte.

Der gesetzte Spielführer Heiko Westermann fehlte, eigentlich hätte sein Vertreter Dennis Aogo den HSV auf das Feld führen müssen. Stattdessen entschied sich Fink offenbar für van der Vaart.

Für den neuen HSV-Superstar, der nach 61 Minuten ausgewechselt wurde, soll dies aber keine Dauerlösung werden.

"Heiko ist doch ein guter Kapitän. Ich brauche die Binde nicht, um auf dem Platz Verantwortung zu übernehmen", sagte er nach seiner ersten Show im neuen, alten Dress.

[kaltura id="0_3qmbub7p" class="full_size" title="Van der Vaarts Premiere"]

Erneuter Ärger um Rajkovic

Die verbesserte Stimmungslage beim HSV wird momentan nur durch den erneuten Ärger um Slobodan Rajkovic getrübt.

Dieser hat nach der nach dem Prügel-Skandal mit Heung-Min Son keine Zukunft beim HSV, will aber offenbar seinen Vertrag aussitzen.

In der vergangenen Woche wollte Metalurg Donezk den Serben ausleihen, Rajkovic hatte aber abgelehnt, da er kein Interesse an einem Leihgeschäft habe.

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