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Thorben Marx (l.) markierte mit seinem ersten Saisontreffer das 1:0 © getty

Zu Beginn der Rückrunde kassieren die Bremer vor eigenem Publikum gegen Bielefeld den nächsten Nackenschlag.

Bremen - Fehlstart statt Aufholjagd:

Nach einer 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld kann Vizemeister Werder Bremen seine allerletzten vagen Titelhoffnungen schon nach dem ersten Rückrunden-Spieltag begraben.

Die Gäste hingegen feierten ihren ersten Auswärtssieg seit August 2007 und sammelten im Kampf um den Klassenerhalt drei eminent wichtige Punkte.

Vor 38.552 Zuschauern im Weserstadion nutzte Torben Marx in der 24. Minute ein Abstimmungsproblem in der Hintermannschaft der Hanseaten zur 1:0-Führung für die Gäste.

Entscheidung durch Wichniarek

Für die Entscheidung zu Gunsten der Westdeutschen sorgte Torjäger Artur Wichniarek, der in der 49. Minute einen katastrophalen Ballverlust von Werder-Kapitän Torsten Frings ausnutzte und bei seinem elften Saisontreffer Werder-Keeper Tim Wiese aus kurzer Distanz überwand.

Für den zwischenzeitlichen Ausgleich zeichnete der Portugiese Hugo Almeida per Freistoß in der 44. Minute verantwortlich.

Dämpfer nach Pokal-Erfolg

Fünf Tage nach dem Auswärtserfolg im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund beherrschten die Platzherren zwar weitgehend das Spielgeschehen, ihnen fehlte jedoch ohne die gesperrten Diego und Claudio Pizarro nahezu jegliche Durchschlagskraft.

Bezeichnend für die ungenügenden Offensivbemühungen der Norddeutschen war dabei die Tatsache, dass es bis zum 1:1-Ausgleich nicht eine nennenswerte Torgelegenheit für die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf gab.

Clevere Arminen

Die Arminen hingegen, die in der vorherigen Saison an der Weser mit 1:8 unter die Räder gekommen waren, agierten geschickt und ballsicher und hätten bei konsequenterer Chancenverwertung sogar noch einen höheren Sieg erreichen können.

So verzog Wichniarek in der 31. Minute nur um Zentimeter, bereits in der 20. Minute hatte Michael Lamey das Tor der Norddeutschen nur knapp verfehlt.

Eklatante Abwehrschwäche

Zu den Offensivschwächen der Grün-Weißen gesellten sich wie in der Hinserie Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten bei der Abwehrarbeit.

Von Nationalspieler Per Mertesacker abgesehen präsentierten sich sämtliche Defensivkräfte der Bremer unter Form und boten somit den Gästen immer wieder Gelegenheit, für Torgefahr vor dem Bremer Gehäuse zu sorgen.

Auch eine Schlussoffensive der Bremer, die zuvor vier Heimspiele in Serie gewonnen hatten, brachte keinen Erfolg mehr, das Team von Coach Michael Frontzeck ließ sich den ersten Sieg im Weserstadion überhaupt nicht mehr nehmen.

Insgesamt hatten die Ostwestfalen 25-mal hintereinander nicht mehr in einem fremden Stadion gewonnen.

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