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Fünf Teams, fünf Trainer - ein großes Ziel, das alle eint: die Meisterschale © getty

Die fünf Titelkandidaten liegen dicht beisammen, trotzdem führt kaum ein Weg an den Bayern vorbei. Eine Sport1.de-Prognose.

Von Martin Hoffmann, Mathias Frohnapfel, Martin van de Flierdt und Martin Volkmar

München - Man könnte meinen, dass an der Säbener Straße schon jetzt Platz im Trophäenschrank gemacht werden muss.

Noch sind die Bayern zwar noch nicht einmal Erster. Aber über Herbstmeister Hoffenheim ist in der Rückrunde viel hereingebrochen - während der FCB spätestens seit der Pokal-Gala gegen Stuttgart vor Selbstvertrauen strotzt.

Der Rekordmeister kann sich "nur selber ein Bein stellen", meint daher nicht nur Schalkes Manager Andreas Müller, der gegenüber Sport1.de erklärt: "Bayern wird ohne wenn und aber Deutscher Meister."

Aber trotzdem: Zu früh sollte man sich als Bayern-Fan nicht freuen. Das zeigt schon der Blick darauf, wie eng die Spitzengruppe beieinander liegt.

Löw rechnet nicht mit Alleingang

"Ich rechne nicht mit einem Alleingang der Bayern", erklärte deshalb auch Bundestrainer Joachim Löw gegenüber Sport1.de.

"Alle reden von Hoffenheim und dem FC Bayern, aber ich zähle auch den HSV zu den Titelkandidaten, weil die Mannschaft eine gewisse Robustheit besitzt", ergänzte er in der "Bild": "Leverkusen schätze ich ebenfalls stark ein. Die werden ganz oben mitmischen."

Sport1.de analysiert im letzten Teil der Rückrunden-Vorschau vor dem Start zwischen dem HSV und den Bayern (ab 20 Uhr LIVE) die fünf Meisterschafts-Aspiranten.

1899 Hoffenheim (1. Platz, 35 Punkte, 42:23 Tore)

Gibt es für die Rangnick-Elf in der Rückrunde ein böses Erwachen aus der traumhaften Saison? In der Winterpause ist der Schlaf der Hoffenheimer zumindest schon spürbar unruhiger geworden: In den Testspielen überzeugte Hoffenheim ganz und gar nicht, es gab 0:2-Niederlagen gegen Bochum und den Hamburger SV.

Dazu sind die wohlbekannten Personalsorgen über Rangnick gekommen: Mit der Verpflichtung von Keeper Timo Hildebrand wurde zwar eine Schwachstelle ausgemerzt, aber die schlechten Nachrichten überwiegen deutlich.

Allen voran natürlich der Kreuzbandriss von 18-Tore-Stürmer Vedad Ibisevic, den Nachkauf Boubacar Sanogo kaum gleichwertig ersetzen wird.

Die Probleme gehen nicht spurlos an den Verantwortlichen vorüber, Rangnicks Attacke auf die VIP-Gäste in der neuen Arena ist zwar nicht untypisch für den emotionalen Coach, lässt aber Nervosität durchblicken (SCHUMACHER-KOLUMNE: Rangnick hat den Schuss nicht gehört).

Sport1.de-Prognose: Ein Vorteil hat all das, was zuletzt über Hoffenheim hereingebrochen ist: Trotz Herbstmeisterschaft bleibt 1899 im Titelkampf in der Außenseiterrolle, was kein Schaden ist. Trotzdem: Für Platz 1 wird es nicht reichen. Die Champions League ist aber möglich, wenn die Personalnot nicht noch größer wird.

Bayern München (2. Platz, 35 Punkte, 39:24 Tore)

Es könnte die große Rückrunde des FC Bayern werden. Die Münchner steigerten sich in der Vorbereitung von Testspiel zu Testspiel und zeigten sich in Stuttgart bereits in beeindruckender Frühform.

Auch das Trainerteam von Jürgen Klinsmann macht sich nun immer mehr bezahlt: Kapitän Mark van Bommel und seine Kollegen wirken topfit. Selbst Ze Roberto, immerhin schon 34, überzeugt mit klasse Werten.

Und mit Hamit Altintop meldet sich ein Leistungsträger zurück, der jederzeit Dampf ins Spiel bringen kann, wenn Bastian Schweinsteiger und Co. zu ermüden drohen.

Nachdem auch der Podolski-Deal abgehakt ist, ist es vergleichsweise ruhig im Verein.

Jürgen Klinsmann und die Spieler harmonieren immer besser miteinander. Nur Dribbelkünstler Franck Ribery bleibt - durch Wechselgerüchte und Forderungen an die Vereinsbosse - ein Unruheherd (Ribery droht mit Abschied).

Sport1.de-Prognose: Die Bayern werden dank ihrer Klasse das Meisterrennen machen. Auch die Zusatzbelastung durch die Champions League können die Münchner stemmen. Mitentscheidend wird aber sein, dass Franck Ribery verletzungsfrei bleibt und sich weiter voll auf den Fußball konzentriert.

Lesen Sie im zweiten Teil des Checks, mit welchen Verfolgern zu rechnen ist

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