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Franck Ribery hat bisher 39 Bundesliga-Partien für Bayern absolviert © getty

Bixente Lizarazu weiß, wie sehr Ribery nach internationaler Anerkennung lechzt. Dessen Ankündigungen nimmt er durchaus ernst.

Von Mathias Frohnapfel

München - Franck Ribery treiben große Ziele an.

Mit dem FC Bayern will er die Champions League gewinnen, eines Tages selbst als bester Spieler Europas mit dem "Ballon d'or" (dem "goldenen Ball") ausgezeichnet werden.

Der Franzose forderte jetzt erneut öffentlichkeitswirksam neue Spieler für den Meister und tat zudem kund, dass er ohne internationalen Erfolg die Bayern verlassen könnte.

Ex-Bayernspieler Bixente Lizarazu bestätigte nun, wie ernst es Ribery mit seinen Ankündigungen ist. ad

"Drei, vier Topspieler, dann bleibt Franck"

"Wenn Franck sieht, dass er in München seine Ziele nicht erreichen kann, wird er es bei einem anderen, noch größeren Verein versuchen", sagte der Weltmeister von 1998 der "tz".

"Dann ist Ribery spätestens am Ende seines Vertrags 2011 weg. Er ist stark genug, bei allen europäischen Top-Klubs zu spielen - sei es Real, Milan oder Barca."

Der Weltmeister von 1998 konkretisiert, wie sein Landsmann sich die neue Mannschaft vorstellen könnte. "Wenn Bayern drei, vier Topspieler holt, dann wird Franck bleiben."

Lizarazu: Bayern noch nicht reif fürs Finale

Ribery hatte zu seinen Zukunftsplänen gesagt: "Unser Abschneiden in der Champions League wird eine bedeutende Rolle spielen."

Und: "Viele Vereine interessieren sich für mich und wurden öffentlich genannt." (zum Artikel: Ribery droht mit Abschied) .

Lizarazu glaubt indes, dass die Klinsmann-Truppe nur mit Glück das Halbfinale der Champions League erreichen kann.

"Mein Eindruck ist, dass sie gut genug sind, die Bundesliga zu gewinnen, aber nicht die Champions League. Speziell das defensive Mittelfeld und die Abwehr müssen meiner Meinung nach dringend verstärkt werden."

Erst zwei Verpflichtungen

Ribery hatte in früheren Interviews den Münchner Bossen Verstärkungen wie Florenz' Torhüter Sebastian Frey und Lyons Mittelfeld-Mann Jeremy Toulalan (Spielerporträt) ans Herz gelegt.

Die Bayern (Vereinsseite) haben bisher für die kommende Saison fix das Gladbacher Talent Alexander Baumjohann und HSV-Stürmer Ivica Olic verpflichtet. Zudem gibt es ein offizielles Angebot des Vereins für den Ukrainer Anatoli Timoschtschuk von Zenit St. Petersburg.

"Wir sind an anderen Spieler für die nächste Saison dran", verriet Trainer Jürgen Klinsmann.

Hoeneß: Hätten mit "Poldi" mehr verdienen können

Derweil äußerte sich Uli Hoeneß skeptisch zur Rückkehr von Lukas Podolski zum 1. FC Köln.

"Die größte Gefahr", wante der Bayern-Manager, "ist die Erwartungshaltung in Köln. Der kann kein Mensch gerecht werden."

Hoeneß erklärte, dass die Bayern durchaus mehr Geld mit dem Verkauf von "Poldi" hätten erlösen können und sie den Rheinländern entgegengekommen seien.

"Die zehn Millionen sind ja nicht der tatsächliche Marktwert, der Junge ist ja viel mehr wert."

Unter anderem habe es von Manchester City vor einem halben Jahr eine Offerte über 20 Millionen Euro gegeben.

Zur Zeit des Nationalstürmers in München sagte Hoeneß: "Beim kleinsten Widerstand hat er zurückgezuckt. Er hat nie versucht, diesen Widerstand zu bekämpfen. Andere hätten gesagt: Jawoll, die Mauer will ich packen."

Sagnol erklärt seine Pläne

Willy Sagnol kündigte indes über die Pressestelle des FC Bayern an, am 2. Februar die Öffentlichkeit über seine Zukunftspläne zu unterrichten.

Beobachter gehen davon aus, dass der Franzose nach langer Verletzungs- und Leidenszeit seine Fußballerkarriere beenden wird.

Schon vor einer Weile hatte Uli Hoeneß gesagt: "Ich gehe davon aus, dass er seine Karriere beendet." (zum Artikel). Der Publikumsliebling der Roten ist der letzte aktive Bayern-Spieler, der 2001 im Champions-League-Finale stand und mit den Bayern triumphierte.

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