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Leverkusens Renato Augusto (l.) im Duell mit Bayerns Superstar Franck Ribery © getty

In Teil 2 des Favoritenchecks blickt Sport1.de auf die drei gefährlichsten Verfolger des FC Bayern und Herbstmeister Hoffenheim.

Bayer Leverkusen (5. Platz, 32 Punkte, 36:21 Tore)

Zwischenzeitlich Tabellenführer und für viele lange Zeit der größte Bayern-Konkurrent, ist die Werkself zum Ende der Hinrunde erlahmt. Mit nur vier Punkten in den letzten vier Spielen ist Bayer auf Platz 5 zurückgefallen und geht nun als "Dark Horse" ins Titelrennen.

Zu unterschätzen ist dieser Außenseiter aber nicht. Durch die akribische Arbeit von Trainer Bruno Labbadia und die vielen gelungenen Transfer-Coups des Managements - Helmes, Kießling, Kadlec, Renato Augusto - ist bei Bayer ein Team gewachsen, das an guten Tagen jeden schlagen kann.

Das Problem: Nicht immer schöpft Bayer dieses Potenzial aus. In der Hinrunde hat Leverkusen am Ende wegen verschiedenster Unzulänglichkeiten die meisten Punkte verschenkt.

Womöglich hat der Klub genau deshalb als einzige Winterverpflichtung den 35-jährigen Thomas Zdebel geholt hat, der etwas Routine einfließen lässt 61647(DIASHOW: Die Neuzugänge der Rückrunde) .

Sport1.de-Prognose: Leverkusen ist vielleicht der am wenigsten berechenbare der Spitzenklubs. Von einer Rückkehr auf Platz eins bis zu einem Purzeln aus dem internationalen Geschäft wie im Vorjahr scheint alles möglich. Die Tendenz zeigt aber nach oben: Lernt Bayer aus den Fehlern der Hinrunde und bleibt verletzungsfrei, ist auch mehr als die UEFA-Cup-Quali drin.

Hamburger SV (4. Platz, 33 Punkte, 26:24 Tore)

Der HSV hat eine turbulente Winterpause hinter sich. Der Wechsel von Nigel de Jong zu Manchester City für knapp 20 Millionen Euro hat Sportchef Dietmar Beiersdorfer im Boulevard den Spitznamen "Dukaten-Didi" eingebracht.

Aber der Wechsel reißt ein Loch ins defensive Mittelfeld, das zumindest vorübergehend von Collin Benjamin gestopft wird. Mit der Ausleihe des jungen Venezolaners Tomas Rincon und des in Mönchengladbach aussortierten Marcel Ndjeng als weitere Optionen für die Sechserposition entschied sich Beiersdorfer vorerst für die "kleine Lösung" des Problems.

Dass Angreifer Ivica Olic, der sich durch eine Rote Karte im Test gegen Hoffenheim eine Sperre zu Beginn der Saison einfing, bis zu seinem Wechsel zu Bayern München im Sommer alles für den HSV geben wird, unterstrich er mit drei Treffern beim 3:1-Pokalerfolg gegen 1860 München.

In der Führungsebene ist zudem nach dem gescheiterten Einzug der vier Vertreter der vorstandskritischen "Supporters" in den Aufsichtsrat Ruhe eingekehrt.

Sport1.de-Prognose: Trotz der unüberhörbaren Nebengeräusche hat Trainer Martin Jol die Mannschaft bestens in Form gebracht. Der HSV wird den Verlust de Jongs auffangen können und schafft den Einzug in die Champions League.

Hertha BSC Berlin (3. Platz, 33 Punkte, 27:20 Tore)

Nach der besten Vorrunde der Vereinsgeschichte träumen einige in der Hauptstadt von der ersten Meisterschaft seit 1931.

Doch die Verantwortlichen wissen, dass das vorerst auch ein Traum bleiben wird. "Wir müssen eine realistische Erwartungshaltung haben", sagt Manager Dieter Hoeneß.

"Wir wollen von Spiel zu Spiel denken. Am Ende wollen wir auf einem UEFA-Cup-Platz stehen, das ist ambitioniert genug."

In der Tat hat die Mannschaft von Lucien Favre in der Hinserie am oberen Limit gespielt und viele Spiele auch knapp und mit Glück für sich entscheiden können.

Zudem verlief die Vorbereitung alles andere als optimal: Vor dem Auftakt gegen Eintracht Frankfurt sind gleich neun Spieler verletzt, darunter Kacar, Dardai und Chahed.

Allerdings wurden mit dem Ex-Leverkusener Marko Babic und dem argentinischen WM-Teilnehmer Leandro Cufre (Hertha schnappt sich Cufre) zwei erfahrene Profis verpflichtet, die sich bei schneller Integration als maßgebliche Verstärkung erweisen könnten.

Sport1.de-Prognose: In den Titelkampf wird Hertha nicht eingreifen, auch die Champions-League-Qualifikation wird schwierig. Ein UEFA-Cup-Platz sollte aber drin sein. Dazu muss jedoch die in den vergangenen Jahren obligatorische Krise ausbleiben.

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