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Marcelo Bordon (r.) denkt über einen vorzeitigen Abschied nach © imago

Nach einer verkorksten Hinrunde will Schalke in der Rückrunde angreifen. Wie, das erklärt Manager Andreas Müller bei Sport1.de.

Von Thorsten Mesch

München/Gelsenkirchen - Nach einer enttäuschenden Hinrunde und dem Aus im internationalen Geschäft will Schalke 04 in der Rückrunde angreifen.

Mit dem 4:1 im Pokal-Achtelfinale bei Drittligist Jena gelang immerhin ein erfolgreicher Start ins neue Jahr. (Schalke erreicht das Viertelfinale)

"Wir werden alles daran setzen, das Ergebnis, das wir nach der Hinrunde hatten, zu korrigieren", sagt Manager Andreas Müller vor Auftakt am Samstag bei bei Hannover 96 (ab 15 Uhr LIVE) im Gespräch mit Sport1.de.

"Wir wollen in die Champions League, auch wenn das schwer wird. Sechs Punkte Rückstand auf Platz drei sind viel, aber mit einem guten Auftakt nicht uneinholbar". (Der Tabellenrechner)

Bordon denkt über Abschied nach

Das Aus in der Champions-League-Qualifikation gegen Atletico Madrid war der erste Tiefpunkt einer bislang verkorksten Saison.

Leidenschaftslose Auftritte in der Liga und das sang- und klanglose Scheitern im UEFA-Cup sowie die dauernde Kritik an der Personalpolitik ließen den Verein in den letzten Monaten nie zur Ruhe kommen.

Kurz vor dem Rückrundenstart sorgt nun Kapitän Marcelo Bordon für Aufsehen bei den leidgeprüften Schalker Anhängern.

Er denke darüber nach, den Verein eventuell schon nach der kommenden Saison und damit ein Jahr vor Ende seines bis 2011 laufenden Vertrages zu verlassen, sagte der Brasilianer der "Recklinghäuser Zeitung".

"Die Fans sollen mich in guter Erinnerung behalten. Ich will auf dem Höhepunkt meiner Leistungsfähigkeit aufhören", so der 33 Jährige. Er könne es auch verschmerzen, 2010 ohne Titel abzutreten.

Müller gibt Entwarnung

Doch Müller gibt Entwarnung. "Die Vorrunde ist doch nachvollziehbar für uns alle nicht zufriedenstellend verlaufen", sagt der Manager.

"Marcelo wird seine Überlegungen, dass er eventuell früher aufhören will, bestimmt wieder zurückstellen. Er hat ja schon früher einmal diesen Gedanken geäußert - und dann seinen Vertrag bis 2011 verlängert. "

Müller ist vielmehr "davon überzeugt, dass Marcelo dazu beitragen wird, dass sich das Blatt wieder wendet".

Am besten mit einem Sieg in Hannover. Als Plus sieht Müller, "dass wir eine eingespielte Mannschaft sind und unsere Offensivkräfte wie Kevin Kuranyi, Jefferson Farfan und Ivan Rakitic im Pokal getroffen haben".

"Kuranyi muss sich rankämpfen"

Farfan und Rakitic werden in Hannover wohl von Beginn an zum Einsatz kommen. Kuranyi, der in Jena nach seiner Einwechslung traf, ist dagegen nach eigener Aussage noch nicht bereit für 90 Minuten.

"Kevin ist gesundheitlich absolut fit, aber er hat natürlich weite Teile der Vorbereitung verpasst. Er muss sich erst wieder an die Mannschaft herankämpfen", erklärt Müller. (Das Sport1.de-Formbarometer)

"Die Ansätze waren im Pokal in Jena bereits da, auch wenn ich das Spiel nicht überbewerten will. Ich bin davon überzeugt, dass Kevin in der Rückrunde seine Tore machen wird und wieder unser erfolgreichster Torjäger sein kann."

Gerald Asamoah, der in Jena die Rote Karte sah, soll bei der Rückkehr in seine alte Heimat zusammen mit Farfan und Halil Altintop stürmen.

Verzichten muss Trainer Fred Rutten auf Jermaine Jones und Orlando Engelaar. Beide sahen beim 1:1 zum Hinrunden-Abschluss bei 1899 Hoffenheim Gelb-Rot.

Hannover: Enke und Tarnat zurück

Die 96er müssen sogar auf acht Spieler verzichten, aber Trainer Dieter Hecking stehen zumindest wieder Nationaltorhüter Robert Enke nach vier Monaten und Routinier Michael Tarnat nach zehn Monaten Pause zur Verfügung. (Die voraqussichtlichen Aufstellungen)

"Robert überträgt viel Ruhe auf seine Vorderleute, das ist ganz wichtig für uns, meint Hecking: "Gegen Schalke müssen wir aber von Beginn an höllisch aufpassen."

Im Hinspiel lag Hannover auf Schalke schon nach acht Minuten 0:2 zurück.

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