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Toni Kroos kam in der Hinrunde nur sieben Mal in der Liga zum Einsatz © getty

Der Werksklub holt den Bayern-Youngster und kauft zudem den bislang geliehenen Kadlec. Und auch Derdiyok soll sofort kommen.

Leverkusen/München - Bayer Leverkusen sorgt mit einem überraschenden Wechsel für Furore:

Der Werksklub leiht Toni Kroos von Bayern München für eineinhalb Jahre aus.

Über die Ausleihsumme wurde Stillschweigen bewahrt.

"Aber sie liegt im manierlichen Rahmen", meinte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, der sich über den Transfer-Coup freute:

"Es gab kaum einen Verien, der ihn nicht gerne gehabt hätte. Aber Toni Kroos hat klar gesagt: Ich will nach Leverkusen."

"Wir freuen uns auf ihn"

Trainer Bruno Labbadia ergänzte: "Ich hoffe, dass er eine echte Alternative für uns wird. Wir freuen uns auf ihn."

Das 19 Jahre alte Supertalent war beim deutschen Rekordmeister nur zweite Wahl. In der Hinrunde kam Kroos unter Jürgen Klinsmann nur sieben Mal zum Einsatz, davon zweimal in der Startelf.

Auch Stuttgart war interessiert

Zunächst aber hatten die Bayern die Wechselwünsche abgelehnt, unter anderem war der VfB Stuttgart interessiert. Klinsmann hatte noch im Trainingslager in Dubai erklärt, Kroos müsse sich beim FCB durchbeißen.

Der Mittelfeldspieler war bei der U-17-WM 2007 zum besten Spieler des Turniers gewählt worden.

"Wenn es dabei eine Einsatzgarantie gibt, ist der Schritt richtig", sagte Sportdirektor Matthias Sammer über die Entscheidung von Kroos.

Der U-21-Nationalspieler hat allerdings aufgrund einer Sprunggelenksverletzung große Teile der Vorbereitung verpasst.

Kadlec gekauft

Zuvor hatte Bayer bereits den Einkauf des bisher ausgeliehenen Tschechen Michal Kadlec bekanntgegeben und arbeitet zudem an einem Winter-Transfer von Wunschstürmer Eren Derdiyok.

"Bayer hat sich mit mir und meinem Ex-Verein Sparta Prag geeinigt", sagte Kadlec dem "Express".

Der 24 Jahre alte Sohn des früheren Kaiserslauterers Miroslav Kadlec war von Bayer zu Saisonbeginn zunächst ausgeliehen worden.

Er soll nun einen Vertrag bis 2013 erhalten und 2,5 Millionen Euro Ablöse kosten.

Derdiyok soll im Winter kommen

Derweil hat Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser in einem Gespräch mit der Präsidentin des Schweizer Meisters FC Basel, Gigi Oeri, weiter auf einen vorzeitigen Wechsel von Derdiyok gedrängt.

"Wir haben noch mal unser klares Interesse hinterlegt, den Spieler schon im Winter zu verpflichten", sagte Holzhäuser.

Ablöse zu hoch

Basel fordert dafür aber rund fünf Millionen Euro Ablöse.

"Zu diesem Preis machen wir es nicht. Aber Frau Oeri hat Bereitschaft zu Gesprächen signalisiert. Wir haben bis Montag Zeit, dann schließt die Transferliste. Bis dahin werden wir uns noch mal unterhalten", sagte Holzhäuser.

Derdiyok steht bei Bayer bereits grundsätzlich im Wort und sagte deshalb auch dem ebenfalls interessierten Herbstmeister 1899 Hoffenheim ab.

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