

Giefers bitteres Deja Vu beendet Düsseldorfs Serie
Mainz - Fabian Giefer war bedient: Auf seinem Weg in die Kabine räumte der Torhüter von Fortuna Düsseldorf die Sperrbänder für Journalisten angefressen ab.
Durch seinen Patzer verlor die Fortuna beim FSV Mainz 05 mit 0:1 (0:0) und kassierte die erste Saisonniederlage ( Bericht).
Beim Gegentreffer durch Nikolce Noveski (85.) hatte der 22-Jährige vor 31.577 Zuschauern nach einem Eckball im Fünfmeterraum nicht entschlossen genug zugepackt.
"Hätte, wenn und aber - das ist alles nicht passiert. Wir haben verloren und jetzt heißt es, die Länderspielpause gut zu nutzen", sagte Giefer und stapfte sichtlich angefressen in die Kabine.
Mehr wollte er nicht zur Niederlage sagen, kein Wort zu seinem Fehlgriff.
Ausgerechnet Mainz
Ausgerechnet Mainz: Schon in der vergangenen Saison hatte Giefer bei den Rheinhessen entscheidend gepatzt.
Mit seinem damaligen Verein Bayer Leverkusen hatte der Keeper 0:2 verloren, leitete den ersten Gegentreffer mit einem Fehlpass ein und erlitt dann nach einem Zusammenprall mit Mainz-Stürmer Eric-Maxim Choupo-Moting auch noch eine Gehirnerschütterung.
Diesmal führte sein Fauxpas zur ersten Fortuna-Niederlage in einem Pflichtspiel seit über einem halben Jahr, dabei hatte Giefer zuvor tadellos gehalten. ( DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
Keine Vorwürfe
Vorwürfe in Richtung des Torhüters gab es aber von niemandem. (DIASHOW: Der 7. Spieltag) .
"Es bringt nichts, jemanden an den Pranger zu stellen. Wir gewinnen zusammen und ab und zu verlieren wir eben auch zusammen", sagte Trainer Norbert Meier.
Er bemerkte allerdings auch, beim Gegentreffer habe sein Team "einen schweren Fehler" gemacht.
Zudem machte sich möglicherweise nach der Gelb-Roten Karte für Oliver Fink (78.) die Düsseldorfer Unterzahl negativ bemerkbar.
"Das war eine Dummheit von mir. Da muss ich mich cleverer verhalten", sagte Fink.
"Eine unnötige Niederlage"
"Das war eine unnötige Niederlage. Wenn wir 85 Minuten so gut dagegenhalten, müssen wir auch bei dieser Ecke noch hellwach sein", sagte Stürmer Dani Schahin, der bis zu seiner Auswechslung als Gegenspieler von Noveski eingeteilt gewesen war.
Wer beim Eckball für ihn hätte einspringen sollen, wollten weder Schahin noch Trainer Meier verraten.
Doch auch die erste Niederlage der Spielzeit sorgte bei den Fortunen nicht für Nervosität.
"Auch sowas passiert mal und wirft uns nicht um", sagte Langeneke.
Trainer Meier lobte die Leistung seines Teams und witzelte, man würde "vielleicht sogar nochmal irgendwann verlieren".
Erleichterung beim FSV
Ganz anders war die Gefühlslage bei den Mainzern. Nach dem ersten Sieg über einen Aufsteiger in der neuen Arena war die Erleichterung über den knappen Erfolg deutlich spürbar.
"Wir haben diese drei Punkte bitter nötig gehabt. In der Anfangsphase der Saison haben wir zu wenig gepunktet. Das haben wir jetzt etwas korrigiert", sagte Torschütze Noveski.


