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Markus Babbel war als Spieler drei Spielzeiten beim VfB Stuttgart © getty

Der Teamchef des VfB Stuttgart bekommt keine Sondergenehmigung, den Trainerschein schneller zu absolvieren.

Stuttgart - Der DFB bleibt im Fall Markus Babbel hart und weigert sich weiter, dem Teamchef des Bundesligisten VfB Stuttgart das Erwerben der Trainerlizenz zu erleichtern.

"Wir haben immer gesagt, dass es für Lothar Matthäus die letzte Sondergenehmigung gegeben hat. Man muss auch mal einen Schlussstrich ziehen. Das haben wir getan", sagte Frank Wormuth, Leiter der DFB-Trainerausbildung, dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Unterstützt von Fürsprechern wie Trainer Jürgen Klinsmann von Bayern München hatte VfB-Sportdirekter Horst Heldt den DFB zuletzt aufgefordert, Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, damit Babbel den Fußballlehrer-Lehrgang machen und nebenbei weiter beim VfB arbeiten kann. (Staudt: "Babbel ist ein Alpha-Tier")

"Mehr geht nicht"

Wormuth wies dies nun zurück. "Wir kommen den Profitrainern ohne Lizenz ja schon entgegen", sagte er.

Sie dürften ihre Praktika im eigenen Verein machen und seien dadurch nur 28 Wochen von ihrer Mannschaft weg - nicht elf Monate. "Mehr geht nicht", sagte Wormuth.

Lehmanns Aussage sei anmaßend

Scharfe Kritik übte der Ex-Profi an VfB-Torhüter Jens Lehmann, der angab, beim FC Arsenal unter Teammanager Arsene Wenger so viel gelernt zu haben, dass er ohne Ausbildung eine Mannschaft trainieren könne.

"Lehmann hat sich mit seiner Aussage selbst diskreditiert. Sie ist anmaßend den Trainerkollegen gegenüber, die sich alles über Jahre erarbeitet haben", sagte er. Lehmann schießt gegen Babbel

"Wir ziehen unser Ding durch"

Wormuth weigerte sich zudem, die aktuelle Trainerausbildung zu überdenken.

"Vor nicht allzu langer Zeit haben alle gerufen: Unsere Trainerausbildung muss besser werden. Jetzt haben wir was verändert, und nun meckern wieder alle. Sollen sie doch jammern, wir ziehen unser Ding durch, weil wir davon überzeugt sind und gute Argumente haben."

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