Bayern siegt und feiert Alaba-Rückkehr
Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel
Heimstetten - Von der gut zweieinhalbmonatigen Verletzungspause war David Alaba auf den ersten Blick wenig anzumerken.
Der Defensivspezialist des FC Bayern feierte beim Testspiel gegen die Spielvereinigung Unterhaching sein Comeback und durfte sich gleich über einen 2:0-Sieg seines Klubs freuen.
Jungspund Dale Jennings und Emre Can besorgten die Treffer für den Rekordmeister, der ohne sämtliche Nationalspieler angetreten war. ( DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
Auch Arjen Robben fehlte, der Niederländer ist nach seinen muskulären Beschwerden weiterhin im Aufbautraining.
Aus dem Profikader standen dagegen neben Ersatzkeeper Tom Starke auch Luiz Gustavo, Dante, Mitchell Weiser, Diego Contento, Emre Can sowie Rafinha und Alaba auf dem Platz.
"Ich habe noch viel Luft nach oben"
"Ich habe noch sehr viel Luft nach oben, das Spiel war aber sehr gut für mich, um zu sehen, wo ich stehe. Die letzten Prozent fehlen aber noch", stellte Alaba nach Abpfiff fest.
Rafinha (Bänderverletzung am Sprunggelenk) stand bereits zuvor schon einige Male wieder im Bayern-Kader und spielte in der Bundesliga wieder einige Minute beim 2:0-Erfolg über Hoffenheim, für Alaba war es der erste Einsatz nach dem Ermüdungsbruch im Fuß überhaupt.
Bayern lässt Chancen liegen
Vor gut 700 Zuschauern in Heimstetten, Spielstätte der zweiten Mannschaft des FCB, erspielten sich die Münchner einige gute Chancen, gingen damit zum Teile aber recht fahrlässig um.
Trainer Jupp Heynckes sowie Sportvorstand Matthias Sammer verfolgten das Testspiel ohne größere emotionale Regungen. Wichtig war für sie vor allem zu sehen, dass Alaba sich problemlos auf der linken Seite einfügte, komplette 90 Minuten durchhielt.
In manchen Situationen mussten ihn die Kollegen sogar durch Rufe wie "David, ruhig" vor allzu engagiertem Einsatz zurückhalten.
Rückkehr ins Nationalteam?
Für Alaba war das Spiel gegen Unterhaching mit einem guten Omen überschrieben, bereits in der Saisonvorbereitung spielten die Roten gegen die Spielvereinigung und gewannen 1:0 - Torschütze damals: Alaba.
Österreichs Trainer Marcel Koller erwägt sogar, Alaba noch für das WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan zu berufen.
Heynckes: Alaba braucht noch Zeit
Jupp Heynckes rät nach Alabas Comeback aber davon ab.
"David war sehr bemüht, sehr fleißig und laufstark. Man sieht aber, dass es eine lange Pause war, in der er nicht aktiv war", sagte der Bayern-Coach am Donnerstagnachmittag.
Und er fügte an: "Ich denke aber, dass er noch Spiele braucht, um seine absolute Topform zu haben."
Natürlich entscheide letztlich Österreichs Coach über eine Nominierung, meinte Heynckes, und betonte zugleich: "Ich gehe davon aus, dass Marcell Koller deshalb so klug ist, auf die Spieler zurückzugreifen, die sich jetzt in Österreich anbieten."


