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Boris Vukcevic kam 2008 aus der Jugend des VfB Stuttgart nach Hoffenheim © imago

Der schwer verunglückte Profi habe die "akute Phase" überstanden, teilt 1899 Hoffenheim mit. Bei seinem Unfall war er unterzuckert.

München/Hoffenheim - Gute Nachrichten vom verunglückten Bundesligaprofi Boris Vukcevic.

Wie sein Verein 1899 Hoffenheim am Freitagabend mitteilte, schwebt Vukcevic nach seinem schweren Autounfall nicht mehr in Lebensgefahr.

Nach Auskunft des Heidelberger Universitätsklinikums, wo der 22-Jährige seit dem 28. September behandelt wird, habe Vukcevic die akute Phase überstanden und sein Zustand sich weiter stabilisiert, erklärte die TSG in einer Pressemitteilung.

Allerdings liegt Vukcevic weiterhin im Koma, eine Prognose zum weiteren Heilungsverlauf sei derzeit nicht möglich, so Hoffenheim..

"Diese Nachricht freut uns in erster Linie für Boris und seine Familie. Wir haben alle gehofft und gebangt, dass er es schafft", sagte 1899-Trainer Markus Babbel:

"Uns ist klar, dass es noch ein weiter Weg ist für ihn. Doch die Nachricht gibt uns Kraft, den zuletzt schwierigen Alltag wieder ein Stück besser zu meistern."

Unterzuckert beim Unfall

Zuvor war bekannt geworden, dass der an Diabetis erkrankte Vukcevic bei seinem Unfall insulinbedingt unterzuckert war.

Das ist das Ergebnis eines ärztlichen Berichts des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Heidelberg.

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizei wurde bei der Auswertung von beschlagnahmten ärztlichen Unterlagen, "eine Unterzuckerung zum Unfall-Zeitpunkt festgestellt".

Demnach dürfte diese auch die Unfallursache sein, so die Polizei weiter. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern allerdings noch an.

Polizei findet Insulin-Messgerät

Damit nähert sich die Polizei Heidelberg der Aufklärung, warum der 22-Jährige am 28. September mit seinem PKW auf der B45 zwischen Bammental und Mauer (Rhein-Neckar-Kreis) auf relativ gerader Strecke auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden 40-Tonnen-LKW zusammengestoßen war.

Bereits direkt nach dem Unfall war in diese Richtung ermittelt worden. Im Wagen hatte die Polizei offenbar das Insulin-Messgerät des Spielers vorgefunden.

Zudem soll nach Informationen der "Bild-Zeitung" bereits am Unfallort durch den Notarzt eine Unterzuckerung festgestellt worden sein.

Ähnlich wie 2010?

Schon vor zwei Jahren war Vukcevic aufgrund von Unterzuckerung in einen Autounfall verwickelt gewesen.

Nach Angaben der Polizei Mannheim war er am 18. Oktober 2010 auf der A6 von Mannheim nach Nürnberg an der Anschlussstelle Bad Rappenau mehrfach gegen die Leitplanke gefahren und 1,3 Kilometer weiter mit dem Anhänger eines Lastwagens kollidiert.

An der Unfallstelle hatte der Notarzt damals eine "starke Unterzuckerung" diagnostiziert. Bei dem Unfall hatte es keine weiteren Verletzten gegeben.

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