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Lamentieren bringt nichts: Kölns Ishiaku hadert mit dem schlechten Geläuf © getty

Beim Remis zwischen Köln und Wolfsburg gerät das Sportliche wegen des katastrophalen Rasens schnell in den Hintergrund.

München - Der rote Teppich für Lukas Podolski ist schon ausgerollt, nur der grüne Rasen lässt beim 1. FC Köln noch zu wünschen übrig.

Nach dem 1:1 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg zum Rückrundenauftakt war nicht die baldige Rückkehr des verlorenen Sohnes, sondern der lausige Zustand des Geläufs das Top-Thema.

"Die Kölner müssen ja für Poldi sparen, vielleicht tun sie das auch am Rasen", meinte Wolfsburgs Mittelfeldspieler Zvjezdan Misimiovic angesichts des holprigen Untergrunds.

Ein kleiner Seitenhieb auf die emsigen und phantasievollen Bemühungen des Aufsteigers, den Rest der zehn Millionen Euro Ablöse für den Heimkehrer mit Pixel-Verkäufen und Riesenpartys zusammenzubekommen.

Treibsand bringt Ishiaku zu Fall

Der schlechte Platz im Kölner WM-Stadion verhinderte einen Sieg für den FC.

"Es hat ja jeder gesehen, wie Ishiaku im Treibsand versinkt", meinte Kölns Trainer Christoph Daum, nachdem der nigerianische Stürmer Manasseh Ishiaku alleine auf das Wolfsburger Tor zugerannt und an der Strafraumgrenze mit dem Standbein weggerutscht war (64.).

Der Ball ging am Tor vorbei, es hätte das 2:0 sein können.

Am Ende wurde es aber ein 1:1, weil der Brasilianer Grafite (73.) mit seinem zwölften Saisontreffer im zwölften Punktspiel die Kölner Führung durch den ehemaligen Wolfsburger Sergiu Radu (34.) ausglich.

Rasenwechsel nicht möglich

Daum hatte im Vorfeld Gespräche mit dem für den Platz zuständigen Sport- und Bäderamt geführt, aber wegen des wochenlangen Frosts war ein Rasenwechsel nicht möglich.

"Man kann den Rasen nur bestmöglich herrichten. Ich bin jetzt auch nicht der Rasendoktor. Ich gehe davon aus, dass der Platz abgedeckt und in Winterschlaf gesetzt wurde. Daraus ist er wohl nicht erwacht", meinte Daum.

Acker fordert ein Opfer

Die Rumpel-Wiese könnte dem Coach sogar einen weiteren Ausfall beschert haben.

Fabrice Ehret knickte um und musste mit einer Sprunggelenkverletzung ausgewechselt werden.

Auch deshalb nahm Daum das Thema Neuverpflichtung vor dem Transferschluss am Montag nochmals auf.

"Ich habe in der Abwehr für vier Positionen fünf Spieler. Da ist wenig Handlungsspielraum, ich habe dem Vorstand mitgeteilt, dass dieser Wunsch noch besteht", sagte der FC-Coach, der längere Zeit auf den verletzten Linksverteidiger Pierre Wome verzichten muss.

Zehn Auswärtsspiele - kein Sieg

Auch sein Kollege Felix Magath redete über den Untergrund.

"Wir haben die verkehrten Mittel bei diesem Boden verwendet und nur klein-klein gespielt. Schon wieder nur ein Punkt, so verlängert sich die Statistik ohne Sieg weiter", sagte der ehemalige Münchner Meistercoach zur mageren Wolfsburger Auswärtsbilanz - zehn Spiele, kein Sieg.

"Aber in der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht. Ich bin sicher, dass wir noch den einen oder anderen Sieg holen werden."

Keine weiteren Transfers

Die Erfolge in der Fremde, die zum Erreichen eines UEFA-Cup-Platzes dringend notwendig sind, müssen aber ohne weitere Neuzugänge kommen.

Es soll bei den Neulingen Yoshito Okubo und Peter Pekarnic bleiben.

Trainer und Sportdirektor Magath: "Der Trainer Magath hat noch ein paar gewollt, aber der Sportdirektor Magath hat den Kopf geschüttelt."

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