vergrößernverkleinern
Anatolij Timoschtschuk (l.) warf Bayern 2008 mit Zenit im UEFA-Cup-Halbfinale raus © getty

St. Petersburgs Mittelfeldstar hat dem FC Bayern laut einem Medienbericht bereits zugesagt. Ein Problem aber ist noch zu lösen.

Von Martin Hoffmann

München - Unmittelbar nach dem Abgang von Toni Kroos (Der Rohdiamant will endlich veredelt werden) scheint sich beim FC Bayern die nächste Baustelle in der Personalplanung zu schließen.

Der heftig umworbene Mittelfeldstar Anatolij Timoschtschuk hat dem Rekordmeister laut "Bild am Sonntag" seine Zusage gegeben.

Der Kapitän von UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg hat demnach bereits Mitte Januar bei Geheimverhandlungen in München in einen Wechsel im Sommer eingewilligt.

Der ukrainische "Sechser", der nicht unerheblichen Anteil am UEFA-Cup-Aus der Bayern Bayern in der letztjährigen Saison hatte, soll einen Vertrag bis 2012 erhalten.

Ein Hindernis bleibt

Offiziell bestätigt hat Bayern das allerdings nicht. "Ich bin optimistisch, dass wir den Transfer hinkriegen", erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nur.

Ein Problem gibt es bei dem Deal auch noch, es hängt zusammen mit den unterschiedlichen Spielplänen der deutschen und der russischen Liga.

Timoschtschuks Ausstiegsklausel greift am 28. Februar, vor dem Saisonstart in Russland, aber erst am 1. Juli kann er beim FCB seinen Dienst antreten.

Leih-Deal als Ausweg?

Ein möglicher Ausweg: Bayern kann Timoschtschuk auf Leihbasis noch bis zum Sommer bei Zenit parken.

So könnte der FCB auch die Ablöse für den 29-Jährigen noch drücken.

Sie ist bei umgerechnet 10,9 Millionen Euro festgeschrieben.

Van Bommels Abschied naht

Durch Timoschtschuks konkreter werdenden Wechsel wird der Abschied von Bayern-Kapitän Mark van Bommel immer wahrscheinlicher.

Die beiden spielen auf derselben Position, für zwei Spieler dieses Kalibers ist im Kader kaum Platz.

Bayern hat van Bommel zwar trotz der Bemühungen um Timoschtschuk ein neues Vertragsangebot gemacht.

Dass van Bommel es annimmt, ist durch die neuen Entwicklungen nicht wahrscheinlicher geworden.

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel