Kellerduell um den Nummer-zwei-Titel
München - Der Fünftletzte 1. FC Nürnberg steht vor dem wegweisenden Kellerduell - und hofft, endlich wieder in Schwung zu kommen.
Die letzten vier Spiele verloren die Franken, seine Profis könnten das "nicht so einfach aus den Kleidern schütteln", sagte Club-Trainer Dieter Hecking vor dem Gastspiel des Drittletzten FC Augsburg (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER)
Zugleich betont er aber: "Wir sind in der Lage, Augsburg zu Hause zu schlagen."
Allerdings droht Nürnberg ein personeller Notstand in der Abwehr, nachdem sich Innenverteidiger Timm Klose am Freitagvormittag eine Oberschenkelverhärtung zugezogen hat.
Bangen um Klose
"Das könnte eng werden", sagte Hecking: "Wenn er am Samstag nicht trainieren kann, wird er nicht spielen."
Da der brasilianische Neuzugang Marcos Antonio bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Stuttgart (0:2) zweimal schwer gepatzt hat, könnte gegen den FCA Mittelfeldspieler Timmy Simons erneut in der Abwehrzentrale aushelfen und neben Per Nilsson auflaufen.
Der FCA, warnte Hecking, habe "nicht die ganz großen Individualisten in seinen Reihen, sie kommen mehr übers Kollektiv".
Augsburg will Trend fortsetzen
Und damit unterscheidet sich der Zustand der Mannschaft von der von Markus Weinzierl, der vor der Länderspielpause der Befreiungsschlag gegen Werder Bremen gelungen war (3:1), von der Lage beim FCN.
"In Freiburg hatten wir eine Ansammlung von Einzelspielern, das darf in der Bundesliga gegen keinen Gegner passieren", sagte Hecking: "Die Mannschaft muss mit Geschlossenheit auftreten, das ist die Mindestanforderung."
Kritische Fragen zu seiner Person musste sich Hecking keine gefallen lassen. Wie Kollege Weinzierl sitzt er (noch) fest im Sattel.
Weinzierl setzt auf Bayern-Karte
Augsburg, das von 21 Pflichtspielen nur zwei gegen Nürnberg gewann (zuletzt am 6. November 1976 mit 4:2), will derweil den Aufwärtstrend nach zuletzt vier Punkten fortsetzen.
Man fahre nicht nach Nürnberg, um dort zu "sympathisieren", sagte der neue Manager Jürgen Rollmann.
"Wir haben eine Riesenchance, Nürnberg mit einem Sieg zu überholen und nach dem Spieltag die zweitbeste bayerische Mannschaft zu sein", ergänzte Trainer Weinzierl.


