Heldt: Keine Rede von Wachablösung
München – Schalkes Manager Horst Heldt bewertet den Derby-Sieg gegen Dortmund als Momentaufnahme - und glaubt trotz Rekordstart nicht an einen Durchmarsch von Bayern München.
Nach dem 2:1-Sieg der Königsblauen beim Erzrivalen Borussia Dortmund ( Bericht) erklärt Heldt im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1: "Sie treten gerade sehr souverän auf, sehr nachhaltig, aber das wird kein Durchmarsch." ( DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
Allerdings vermutet er, dass es zu Unruhe kommen könnte, wenn alles Spieler wieder fit sind und sich aufdrängen. "Das kann dann vielleicht die Chance für alle anderen Vereine sein", sagte Heldt.
Im eigenen Verein versucht Heldt seinerseits in wichtigen Personalfragen keine Unruhe aufkommen zu lassen: Er gewährt Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar Zeit bei den Gesprächen über einen neuen Vertrag ab 2013 - und versichert Trainer Huub Stevens, für eine Kontraktverlängerung offen zu sein.
SPORT1 hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
Horst Heldt über...
... über den Derbysieg:
"Dieser Sieg ist eine schöne Momentaufnahme. Ich mache mir keine Gedanken, ob das eine Wachablösung ist. Das interessiert heute nicht. Es war für alle Schalker ein Grund, sich zu freuen. Da wir in den letzten beiden Derbys schlecht ausgesehen haben, war das ein schöner Tag für uns. Aber was das für die Zukunft heißt, kann ich nicht beantworten und will ich nicht beantworten."
... über die Schalker Zielsetzung in den nächsten Jahren:
"Wir sind auf einem ganz guten Weg. Es funktioniert, weil wir alle im Team arbeiten. Ich habe sehr gute Leute um mich herum. Der Trainer geht den sicherlich nicht einfachen Weg mit und begleitet ihn intensiv. Wir haben eine junge Mannschaft mit Spielern, die langfristige Verträge haben. Das soll unsere Zukunft sein. Die Vergangenheit war sicherlich nicht ganz einfach, aber ich denke, wir haben das alle gut hinbekommen. Natürlich wird es unser Ziel sein, dauerhaft oben in der Liga präsent zu sein. Wir werden die Träume von der Meisterschaft nicht ablegen, das wird nach wie vor unser größter Wunsch sein. Aber ich glaube, das Tempo ist entscheidend. Die Nachhaltigkeit ist sehr sehr wichtig."
... die Vertragsverlängerung mit Trainer Huub Stevens:
"Keiner verzögert irgendetwas. Es ist unser beidseitiger Wunsch gewesen, in die Saison zu gehen und zu schauen, wie sich alles entwickelt. Wir werden sicherlich zu gegebenem Zeitpunkt die Gespräche führen. Momentan haben wir beide das Gefühl, dass es noch nicht notwendig ist. Das Wichtigste ist: Dadurch, dass wir beide das vereinbart haben, gibt es überhaupt keine Disharmonie. Ganz im Gegenteil: Wir arbeiten in dieser Richtung auf ein gemeinsames Ziel hin. Das verfolgen wir und das hat Priorität. Natürlich ist Huub Stevens der erste Ansprechpartner und sonst keiner. Der Trainer macht einen erstklassigen Job."
... die Vertragsverlängerung mit Klaas-Jan Huntelaar:
"Klaas-Jan und ich haben sehr intensive Gespräche geführt. Wir haben entschieden, dass wir vor Dezember keine Gespräche mehr führen. Das ist ein Wunsch des Spielers, den ich nachvollziehen kann. Ich habe kein Problem mit diesem Wunsch. Ich habe das Gefühl gehabt, dass sich Klaas-Jan zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entscheiden kann.
Ich finde das auch richtig, dass er schaut, was sich noch auftut und dass man in dem Alter nachdenkt und sich auch mit anderen Sachen beschäftigt. Natürlich bleibt es nach wie vor so, dass wir unbedingt mit ihm verlängern wollen. Er passt exzellent auf Schalke und hat gestern wieder ein erstklassiges Spiel gezeigt. Wir werden im Dezember, spätestens Januar, die Gespräche wieder aufnehmen. Allerdings fordere ich dann auch eine schnelle Entscheidung."
... über die Kritik an Wolfsburgs Coach Felix Magath:
"Felix Magath hat vielfach bewiesen, dass er in schwierigen Situationen Herr der Lage war. Ich bin überzeugt, dass er die Kurve wieder kriegen wird. Es ist eine Momentaufnahme, die sicherlich nicht einfach zu handhaben ist, aber er ist erfahren genug und hat es schon oft unter Beweis gestellt."


