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Albert Streit wechselte im Winter 2008 von Frankfurt zu Schalke, nun geht er zum HSV © getty

Der HSV nutzt das Transferfenster und leiht Albert Streit vom Konkurrenten Schalke aus. Dort war er bereits aussortiert.

Von Mathias Frohnapfel

München - Der Hamburger SV setzt seine Einkaufstour fort:

Die Hanseaten leihen den Schalker Albert Streit aus, ein Blitz-Wechsel des Gladbachers Marko Marin ist dagegen gescheitert.

Streit, der zuletzt in den Planungen der Königsblauen keine Rolle mehr spielte, bekommt einen Leihvertrag bis zum Saisonende.

Der Mittelfeldspieler hatte in der Winterpause bei Schalke für Wirbel gesorgt, als er nach seiner Verbannung aus dem Profi-Kader nichts von einem vorzeitigen Wechsel wissen wollte.ad

Unruheherd geht

Stattdessen kündigte der 28-Jährige an, notfalls den bis 2012 laufenden und mit rund zwei Millionen Euro pro Jahr hervorragend dotierten Vertrag aussitzen zu wollen.

"Nur wenn es sportlich und finanziell passt, werde ich wechseln. Ich bin nicht bereit irgendwo für die Hälfte zu spielen", erklärte Streit damals Sport1.de.

Nun verlässt der Unruheherd (vorerst) die Schalker.

Auch in Hannover im Gespräch

Doch anders als zuvor spekuliert, geht er nicht nach Hannover, sondern nach Hamburg.

In Hannover war Streit als Ersatz für Szabolcs Huszti genannt worden, der zum UEFA-Cup Sieger Zenit St. Petersburg wechselte (zum Artikel: Huszti nach Russland - Ernst nach Istanbul?)

Streit reiste noch am Sonntag mit seinem Berater Klaus Gerster nach Hannover. Doch am Ende machte der HSV das Rennen.

Die Hamburger (zur Vereinsseite) haben nun nach dem Verkauf von Nigel de Jong (für rund 18 Millionen Euro an Manchester City) ihren Kader in der Winterpause kräftig aufgefrischt.

HSV wollte Marin

Zudem wollten die Hamburger auch Nationalspieler Marko Marin (Spielerporträt) sofort verpflichten. Die Ablöse wäre auf zehn Millionen Euro taxiert worden.

Doch die Mönchengladbacher ließen sich nicht auf den Deal ein.

Sportdirektor Max Eberl sagte dem "kicker": "Ich kann nur bestätigen, dass die Hamburger wegen Marko angefragt haben. In diesem Gespräch habe ich ihnen mitgeteilt, dass wir Marko brauchen und er keine Freigabe erhält. Es war ein ganz normaler Vorgang."

"Wir können im Sommer zuschlagen"

Allerdings bleibt das Interesse des HSV an dem 19-Jährigen bestehen. Zur neuen Saison könnten die Hanseaten einen neuen Anlauf unternehmen.

"Wir können im Sommer zuschlagen, wenn andere Klubs vielleicht etwas knapp auf der Naht sind", kommentierte HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann in der "Welt" die Tatsache, dass echte Transferhammer ausgeblieben sind.

Bereits sechs Neue im HSV-Kader

Bisher hatte der HSV bereits Mickael Tavares von Slavia Prag und das Talent Tomas Rincon aus Venezuela verpflichtet.

Als Leihspieler kommen neben Albert Streit zudem Marcel Ndjeng (Borussia Mönchengladbach) und der Däne Michael Gravgaard.

Der Abwehrspieler wurde von Nantes bis zum Saisonende ausgeliehen und soll Bastian Reinhardt vertreten, der im Spiel gegen den FC Bayern einen Mittelfußbruch erlitt.

Zudem soll laut "kicker" der Marokkaner Khalid Sinouh nach Hamburg wechseln. Trainer Martin Jol kennt den vereinslosen Keeper aus den Niederlanden.

Auch Neves wird gehen

Verlassen haben die Hamburger in der Winterpause neben de Jong die Reservisten Vadis Odjidja-Ofoe (FC Brügge) und Anton Putsilo.

Darüber hinaus steht Thiago Neves unmittelbar vor dem Abgang. Der Brasilianer soll für angeblich sieben Millionen Euro zum saudischen Klub Al-Hilal wechseln.

Der 23-jährige wird laut Medienberichten dann bis Juli an seinen Heimatklub Fluminense Rio de Janeiro ausgeliehen.

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