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Eren Derdiyok hat bereits sieben Länderspiele für die Schweiz absolviert © getty

Der Schweizer Stürmer bleibt im Visier von Leverkusen. Bei seiner Präsentation in Hamburg lästert Albert Streit über Schalke.

München - Ein sofortiger Transfer war nicht realisierbar, doch Bayer Leverkusen wirbt weiter um den Schweizer Nationalspieler Eren Derdiyok.

"Wir können kein Geld drucken, sonst säße er heute schon hier. Jetzt versuchen wir, ihn für den Sommer zu verpflichten", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler bei der Vorstellung der Leverkusener Winter-Neuzugänge am Dienstag.

Bereits in der kommenden Woche werde er diesbezüglich wieder Gespräche mit dem FC Basel aufnehmen, erklärte Völler.

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Auch Hoffenheim wollte den Stürmer

Weil Bayer den EM-Teilnehmer Derdiyok nicht sofort unter Vertrag nehmen konnte, wurde Angelos Charisteas vom 1. FC Nürnberg bis zum Saisonende ausgeliehen. Basel hatte für Derdiyok fünf Millionen Euro Ablöse gefordert.

Derdiyok selbst hatte zuletzt immer wieder gesagt, dass er bei Leverkusen im Wort stehe. Dabei soll der Schweizer unter anderem schon Angebote von Bundesliga-Spitzenreiter 1899 Hoffenheim und Vereinen aus der Premiere League gehabt haben.

Ruttemöller hofft auf Kompromiss mit Babbel

Der langjährige DFB-Coach und Chefausbilder Erich Rutemöller hat sich in die Diskussion um die Fußballlehrer-Ausbildung von Stuttgarts Teamchef Markus Babbel eingeschaltet. "Beide Seiten müssen sich zusammensetzen und nach einer Lösung suchen, die für alle zufriedenstellend ist", sagte der 63-jährige Rutemöller der "Bild".

Rutemöller steht zurzeit in Diensten des iranischen Fußball-Verbands.

Er appelliert in Babbels Fall für eine pragmatische Lösung: "Es hat immer wieder Sondermaßnahmen für verdiente Spieler gegeben. Auch weil man sich immer Gedanken gemacht hat, wie man die Belange aller vereinen kann."

Streit stichelt gegen Schalke

Albert Streit ist mit dem Wechsel vom FC Schalke zum Hamburger SV hochzufrieden.

"Es ist das Beste, was mir passieren konnte, vom Bundesliga-Neunten zum Tabellen-Dritten zu kommen", sagte der 28-Jährige, als er in Hamburg vorgestellt wurde.

"Zwischenmenschlich war Schalke katastrophal", stellte der Mittelfeldspieler fest. Bis zum Ende der Saison ist Streit zum HSV ausgeliehen, zudem gibt es eine Kauf-Option über zirka zwei Millionen Euro.

Zudem wehrte sich Streit gegen die Aussage, ein schwieriger Spieler zu sein. Alle Vereine - außer Schalke - hätten mit ihm die Verträge verlängern wollen. "So ein schlechter Kerl kann ich nicht sein."

Kuranyi traut Schalke nicht

Streits Ex-Teamkollege Kevin Kuranyi hat skeptisch auf das klare Bekenntnis seines Klubs Schalke 04 reagiert.

Nachdem Manager Andreas Müller Wechselgerüchten mit den Worten, Kuranyi sei "unverkäuflich" widersprochen hatte, erklärte der Stürmer im DSF: "Wir werden sehen, ob der Verein auf mich zählt und ob ich auf den Verein zähle. "

Einen Wechsel im Sommer schließt er offenbar nicht aus: "Natürlich ist es immer schwierig, wenn andere Vereine kommen und Interesse an einem Spieler bekunden, und der eigene Verein gibt einem nicht das Gefühl, dass man unbedingt behalten werden soll."

Werder holt Stürmer aus Ungarn

Werder Bremen hat zum Abschluss der Transferperiode noch den ungarischen Junioren-Nationalspieler Marko Futacs verpflichtet.

Der 18 Jahre alte Stürmer, der bisher für die U23-Mannschaft des französischen Erstligisten AS Nancy aktiv war, unterschrieb einen Profi-Vertrag bis zum 30. Juni 2011. Das bestätigte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs am Dienstag.

"Marko ist ein junger Perspektivspieler, den wir schon länger beobachten. Die Gelegenheit war jetzt günstig, ihn an uns zu binden, deswegen haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Wir hoffen, dass er sich bei uns erfolgreich weiterentwickelt", sagte Allofs.

Bruchhagen: "Schere geht immer weiter auf"

Nach der Neuverteilung der TV-Gelder zugunsten der Spitzenklubs warnt Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen vor einer Wettbewerbsverzerrung in der Bundesliga.

"Die Schere innerhalb der Bundesliga geht immer weiter auf", sagte Bruchhagen. Die Kluft sei mittlerweile so eklatant, dass ein verheerendes Ungleichgewicht entstanden sei.

Das verstärke sich immer mehr. Für die Liga sei diese Entwicklung schädlich, sagte Bruchhagen in einem Interview "Welt".

"Die Verteilerbeschlüsse setzen eine Fehlentwicklung fort, vor der ich schon 1992 gewarnt habe. Durch sie wird weiter Zement in den Zementkübel gekippt", meinte Bruchhagen.

Dante und Kleine wieder im Borussia-Training

Borussia Mönchengladbach kann im Abstiegskampf wieder auf den Brasilianer Dante und Thomas Kleine bauen.

Die beiden Spieler kehrten in das Training des Bundesligisten zurück.

Neuzugang Dante hat seinen Muskelfaserriss auskuriert, ist aber noch nicht komplett schmerzfrei. Kleine ist nach einer Schulter-Operation wieder fit.

Auch Steve Gohouri und Marko Marin haben ihre Fußprellungen überwunden.

Farfan darf nach Hause fliegen

Der peruanische Nationalspieler Jefferson Farfan vom Bundesligisten Schalke 04 erhielt von Trainer Fred Rutten die Erlaubnis, aus privaten Gründen kurzfristig in seine Heimat zu reisen.

Die Großmutter des 24-Jährigen, mit der Farfan immer ein besonderes Verhältnis verbunden hatte, liegt in Peru im Sterben.

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