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Kevin Kuranyi (r.) hat Andreas Müller um seine Freigabe auf Schalke gebeten © imago

Im Sport1.de-Interview nimmt Manager Andreas Müller Stellung zum Verwirrspiel um Kevin Kuranyi und zur Flucht von Fabian Ernst.

Von Thorsten Mesch

München/Gelsenkirchen - Bei Schalke 04 kehrt einfach keine Ruhe ein.

Sportlich krankt es seit Monaten, auch der Rückrunden-Start in Hannover (0:1) ging daneben. (Der Chancentod ist königsblau)

Zudem verließ Stammspieler Fabian Ernst den Klub kurz vor Transfer-Schluss in Richtung Besiktas Istanbul (Ernst nach Istanbul - Verwirrung um Kuranyi).

Auch Jefferson Farfan "flüchtete" - mit Erlaubnis des Vereins - nach Südamerika, weil seine Großmutter im Sterben läge.

Farfans Südamerika-Trip wegen Beziehungsstress?

Die peruanische Zeitung "Trome" berichtet nun jedoch, der 24-Jährige habe Beziehungsstress mit seiner Freundin Melissa und sei deshalb in seine Heimat geflogen.

Zudem hält die Verwirrung um Kevin Kuranyi (Porträt) an, der die "Knappen" in der Winterpause um seine sofortige Freigabe bat.

"Der Verein gibt einem nicht das Gefühl, dass man unbedingt behalten werden soll", sagte Kuranyi dem DSF. "Wir werden sehen, ob der Verein auf mich zählt und ob ich auf den Verein zähle."

Auch Andreas Müller will sich im Interview mit Sport1.de nicht festlegen, ob der Stürmer auch über das Saisonende hinaus in Gelsenkirchen bleiben wird.

Schließlich gilt der 26-Jährige inzwischen auch als Nachfolge-Kandidat bei den Blackburn Rovers - für den Ex-Bayern Roque Santa Cruz, der nach wie vor bei Manchester City auf der Wunschliste steht.

Sport1.de: Kevin Kuranyi hat erneut öffentlich geäußert, er habe das Gefühl, Schalke wolle ihn loswerden. Was sagen Sie dazu?

Andreas Müller: Ich kann mich da nur wiederholen: Es ist schlichtweg falsch, dass wir Kevin verkaufen wollen. Er ist unverändert ein wertvoller Spieler für uns und deshalb auch unverkäuflich.

Sport1.de: Gilt das auch am Saisonende?

Müller: Ich kann heute nicht sagen, was im Sommer mit Kevin passiert. Fakt ist: Er hat noch Vertrag bis 2010.

Sport1.de: Was erwarten Sie von ihm in der Rückrunde?

Müller: Kevin will die Hinrunde sicher nicht so stehen lassen. Er ist ein sehr guter Stürmer, der in den letzten Jahren immer die meisten Tore hier auf Schalke geschossen hat. Ich bin davon überzeugt, dass er auch in der Rückrunde seine Tore machen wird und wieder unser erfolgreichster Torjäger sein kann.

Sport1.de: Fabian Ernst dagegen ist bereits weg. Warum haben Sie ihn so kurzfristig nach Istanbul abgegeben?

Müller: Es ist uns nicht leicht gefallen, dem Transfer zuzustimmen. Aber wir mussten eine Güterabwägung treffen, was für den Klub und auch für Fabian auf Sicht gesehen das Beste ist. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war, dass Fabian selbst diesen Wechsel wollte. Ohne seine Zustimmung wäre der Transfer nicht zustande gekommen.

Sport1.de: Dennoch haben Sie die Einnahmen nicht reinvestiert und vor Ende des Transferfensters noch einmal zugeschlagen. Hätte ein neuer Stürmer nicht weiterhelfen können?

Müller: Den Stürmer, der aus einer Chance zwei Tore macht oder aus zwei Möglichkeiten mindestens eines, gibt es nicht. Und wenn es ihn gibt, können wir ihn nicht bezahlen. Außerdem haben unsere Angreifer in der Bundesliga und ihren Nationalmannschaften bewiesen, dass sie Tore machen können. Ich glaube, dass sie auch für uns wieder treffen werden.

Hier geht's zum zweiten Teil des Interviews

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