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Frustration pur herrschte bei den Bayern nach der Niederlage in Hamburg © getty

Die Bayern nutzen die Pause bis zum Sonntagspiel und analysieren schonungslos ihre Schwachstellen. Der Coach will mehr Disziplin.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Der FC Bayern zieht die Zügel im Titelrennen an.

Ein weiterer Rückschlag muss auf jeden Fall vermieden werden, um die Konkurrenz aus Hoffenheim, Berlin und Hamburg nicht noch weiter davon ziehen zu lassen.

"Wir trainieren sehr hart für das Spiel gegen Dortmund", sagte Bastian Schweinsteiger am Mittwochnachmittag gegenüber Sport1.de. ad

Schweinsteiger sieht Defizite

Dann zählte der Nationalspieler die Baustellen auf, an denen die Bayern bis zur Partie am Sonntag (So. ab 16.30 Uhr LIVE) arbeiten müssen.

"In jedem Punkt waren etwas Defizite zu sehen, auch in der Chancenauswertung", sagte er.

"Wir waren nicht kompakt genug und die Hamburger haben sich auf einmal getraut, was zu machen. Das hätten wir nicht zulassen sollen."

Zudem kritisierte Schweinsteiger, dass anders als beim glanzvollen Pokalsieg gegen Stuttgart die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen "viel zu groß" gewesen seien.

An der Säbener Straße scheint durch Jürgen Klinsmann ein Reizklima zu entstehen, das den Rekordmeister zu einer Steigerung anstacheln soll.

"Natürlich war auch der Trainer wie wir enttäuscht, dass wir in Hamburg verloren haben", erklärte Schweinsteiger.

Klinsman verlangt mehr Disziplin

Laut Abwehrspieler Lucio ist der Trainer "härter geworden. Er achtet mehr denn je auf Disziplin. Er verlangt nun viel mehr von den Spielern als zu Saisonbeginn."

Jürgen Klinsmann versucht die Aufmerksamkeit seiner Profis fürs Alltagsgeschäft zu schärfen. "Eine saubere Kabine, mehr Pünktlichkeit, einfach mehr Disziplin", zählte der Bayern-Coach in der "Sportbild" seinen Forderungskatalog auf.

Trotzreaktion gegen Dortmund?

Nationalstürmer Miroslav Klose glaubt, dass die Münchner nur mit mehr Anstrengung ihr erstes Zwischenziel in der Bundesliga, die Tabellenführung, erreichen können. "Wir sind in Hamburg insgesamt zu wenig gelaufen, haben uns zu wenig ohne Ball bewegt."

Auch Hamit Altintop hofft auf eine Trotzreaktion gegen Borussia Dortmund.

Zumal für ihn als gebürtigen "Gelsenkirchner Jungen" die Duelle gegen Schwarzgelb von jeher eine Herzensangelegenheit sind. In acht Spielen gegen Dortmund hat der Mittelfeldspieler fünfmal gewonnen.

Zum enttäuschenden Auftakt gegen den HSV sagte er gegenüber Sport1.de: "In der zweiten Halbzeit hat uns bei den Torchancen etwas die Präsenz gefehlt."

Worauf Altintops Analyse abzielt, ist klar. Der amtierende Meister darf die Liga trotz einer starken Serie zum Ende der Hinrunde mit 16 ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie nicht zu locker nehmen.

Die Furcht der Bayern

Die Befürchtung der Bayern (Vereinsseite): Die Konkurrenten auf den Plätzen eins bis drei könnten schon am Freitag bzw. Samstag vorlegen. Zumal Hertha (in Bielefeld), Hamburg (in Karlsruhe) und Hoffenheim (in Gladbach) lösbare Aufgaben haben (Spielplan und Tabelle).

Als Vorteil für die Rivalen der Roten wollte das Schweinsteiger nicht werten. Schließlich könnten "die ja auch verlieren und wir ziehen dann gleich".

Auch FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bemüht sich um eine optimistische Blickweise. "Jetzt haben wir erstmal drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer und ich hoffe, dass wir diesen schon am Sonntag gegen Borussia Dortmund verringern können", meint er gegenüber dem DSF.

"Unser Ziel ist, den Titel zu verteidigen. Aber wir sind nicht so arrogant, dass wir heute sagen: ?Wir werden mit acht oder zehn Punkten Vorsprung Meister.'"

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