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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Wohl auch zukünftig in getrennten Teams: Van Bommel (l.) und Timoschtschuk © getty

Bayern beseitigt letzte Zweifel am Transfer des Ukrainers. Die Entscheidung über Mark van Bommel wird zur Hängepartie.

München - Während nun auch die letzten Zweifel am Transfer von Anatolij Timoschtschuk zum FC Bayern beseitigt sind, gestaltet sich die Entscheidung über die sportliche Zukunft von Mark van Bommel (Porträt) zur immer zäheren Hängepartie.

"Ich kann klar und deutlich sagen: Timoschtschuk wird kommen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview auf der Vereinshomepage (Vereinsseite).

Für den Ukrainer muss der Rekordmeister rund elf Millionen Euro Ablöse bezahlen.

Die einzige Problematik sei, "dass die Klausel in seinem Vertrag besagt, dass er Zenit St. Petersburg zum 1. März für eine feste Ablösesumme verlassen kann. Jetzt müssen wir eine Lösung für den Zeitraum vom 1. März bis zum 30. Juni finden", so Rummenigge.ad

"Eine Möglichkeit wäre, dass er bis zum 30. Juni in St. Petersburg bleibt."

Angebot an van Bommel unverändert

Die Verpflichtung Timoschtschuks dürfte sicherlich auch Einfluss auf die Entscheidung van Bommels über das Vertragsangebot der Bayern haben.

Berichte, wonach der Niederländer dieses Angebot bereits abgelehnt habe, dementierten die Bayern am Donnerstag. Vielmehr habe der Spieler weitere Bedenkzeit erhalten.

"Die Frist wurde auf unbestimmte Zeit verlängert. Das Angebot steht, hat sich aber nicht verändert", erklärte Pressechef Markus Hörwick auf Nachfrage von Sport1.de.

"Wir sind offen für andere Klubs"

Ein Weggang van Bommels bleibt dadurch weiterhin wahrscheinlich, schließlich hatte der 31-Jährige mehrmals erklärt, dass ihm die angebotene Vertragslaufzeit von einem Jahr zu kurz sei.

Deshalb erklärte van Bommels Berater Rob Jansen im "kicker"auch : "Wir sind bereit, neu zu verhandeln." Van Bommel scheint zwar gewillt, in München zu bleiben. Jansen meint dennoch: "Wir sind auch offen für andere Klubs, im Ausland wie in der Bundesliga."

Demichelis will bleiben

Deutlich besser laufen die Bayern-Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Abwehrspieler Martin Demichelis.

"Wir sind auf einem guten Weg, hatten gute Gespräche. Ich bin sehr glücklich hier und möchte lange bleiben", erklärte Demichelis. Mit anderen Vereinen habe er keine Gespräche geführt.

Auch Rummenigge "vorsichtig optimistisch, dass wir eine Lösung finden."

VfB dementiert Interesse

Der VfB Stuttgart dementierte indes Gerüchte, wonach van Bommel ganz oben auf der Einkaufsliste der Schwaben steht. "Er passt aus unterschiedlichen Gründen nicht in unser Beuteschema", sagte Manager Horst Heldt über den Mittelfeldmann:

"Er ist ein hoch geschätzter Spieler, aber unsere Philosophie ist es, den Nachwuchs zu fördern."

Bayern warten auf "sinnvolle Gelegenheiten"

Nach den Verpflichtungen von Timoschtschuk, Ivica Olic (HSV) und Alexander Baumjohann (Mönchengladbach) sehen die Bayern dagegen erstmal keinen weiteren Bedarf für die kommende Saison.

"Wir haben eine klasse Mannschaft, die sehr stabil ist. Wir sind alle der Meinung, dass wir unser Team nicht im großen Stil aufrüsten müssen", so Rummenigge. Man müsse in Zeiten der Finanzkrise sein "Pulver, sprich sein Geld, trocken halten, um nachlegen zu können, wenn sich sinnvolle Gelegenheiten ergeben".

Hummels tendiert zum BVB

Bei dem nach Dortmund ausgeliehenen Mats Hummels (Porträt) gibt es indes laut Rummenigge eine "klare Tendenz".

Der Verteidiger habe dem Verein mitgeteilt, dass "er gerne in Dortmund bleiben möchte. Den Bayern liegt ein Angebot von Borussia Dortmund vor, mit dem wir uns nun beschäftigen müssen".

Bei Andreas Görlitz, der momentan in Karlsruhe spielt, müsse man dagegen "die nächsten Wochen und Monate abwarten", erklärte Rummenigge. Auch im Fall Landon Donovan (Porträt), ausgeliehen von Los Angeles Galaxy, werde man "in den nächsten Wochen entscheiden, wie es weitergeht".

Klose droht Zwangspause gegen BVB

Donovan kann sich im Spiel gegen Borussia Dortmund am Sonntag (ab 16.30 Uhr LIVE) möglicherweise von Beginn an beweisen. Der Einsatz von Sturmkollege Miroslav Klose bleibt wegen einer Innenbandreizung im linken Knie gefährdet.

Abwehrspieler Lucio hingegen kann gegen den BVB auflaufen. Der Brasilianer hat seine Sprunggelenkprobleme überwunden und trainiert seit Mittwoch wieder mit der Mannschaft.

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