Thomas Helmer ordnet den Ligagipfel ein und hebt einen Spieler hervor. Schalkes Coach Huub Stevens kann er nicht verstehen.

Hallo Fußball-Freunde,

vor dem Gipfel wurden die Dortmunder als Angstgegner der Bayern dargestellt.

Das ständige Reden darüber beeinflusst einen natürlich, weil man sich die ganze Zeit die Frage stellt: Wieso kann man sie nicht schlagen, wieso funktioniert das einfach nicht?

Ich würde aber nicht von Angst sprechen, aber von gehörigem Respekt.

Beim 1:1 hat man aber auch gesehen, dass die Bayern viel flexibler spielen als in den vergangenen Jahren.

Sie versuchen jetzt auch durch die Mitte zu kommen. Die Bayern wechseln ständig ihre Positionen.

Außerdem finde ich, dass das Bayern-Mittelfeld torgefährlicher als das der Dortmunder ist. Franck Ribery spielt überragend und es ist brutal schwer, ihn zu verteidigen.

Borussias Keeper Roman Weidenfeller zeigte am Ende überragende Paraden.

Er hat auf jeden Fall das Remis fest gehalten.

Beide Torhüter hatten ja fast nichts zu tun, umso erstaunlicher, dass Weidenfeller dann bei diesen Szenen so auf dem Posten war.

Vom Potenzial her müssten die Schalker eigentlich mit den Bayern und mit Dortmund mithalten können.

Schalke macht sich im Moment selbst Probleme: Trainer Huub Stevens war nie zufrieden mit dem Defensivverbund.

Lars Unnerstall aus dem Tor zu nehmen, hat für Unruhe gesorgt.

Es hieß, der Torwarttrainer hätte den Wechsel im Tor Unnerstall mitgeteilt. Das kann ja auch nicht sein. Diese Entscheidung müsste eigentlich von Huub Stevens übermittelt werden.

Die Schalker machen so unnötig Baustellen auf.

Entweder Schalke spielt kollektiv gut oder kollektiv schlecht. Die Stimmung in der Mannschaft, auch vielleicht durch den Trainer bedingt, ist nicht gut.

Das gilt, obwohl die Schalker eigentlich eine gute Saison spielen.

Ich empfinde das als Jammern auf hohem Niveau und glaube, dass Mike Büskens im Sommer Trainer auf Schalke wird.

Bis demnächst

Euer Thomas Helmer

Ex-Nationalspieler und SPORT1-Moderator Thomas Helmer tritt als Experte im Volkswagen Doppelpass auf und wechselt sich bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Thomas Strunz und Mario Basler ab.

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