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In allen 31 Partien zwischen Wolfsburg und Hamburg fiel mindestens ein Treffer © getty

Wolfsburg kommt gegen den HSV nicht über ein Remis hinaus und kann sich keine Luft im Keller verschaffen. Auch Hamburg stagniert.

Wolfsburg - Nach einer englischen Woche ohne Sieg ist der Aufwärtstrend der Niedersachsen unter Trainer Lorenz-Günther Köstner gestoppt.

Der VfL kam im Nordduell gegen den Hamburger SV im eigenen Stadion nur zu einem 1:1 (0:1) und holte damit in den letzten drei Spielen lediglich zwei Punkte.

Mit 16 Zählern liegt der VfL auf Tabellenplatz 15. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Köstner hatte Ende Oktober die Nachfolge von Trainermanager Felix Magath angetreten und zu Beginn seiner Amtszeit immerhin vier Siege in fünf Spielen gefeiert.

HSV ohne Konstanz

Auch der HSV ließ es fünf Tage nach dem überzeugenden 3:1 gegen Schalke 04 wieder einmal an der von Trainer Thomas Fink geforderten Konstanz mangeln und stagniert mit 21 Zählern im Tabellenmittelfeld.

Das Tor für den HSV erzielte Maximilian Beister in der 26. Minute, Simon Kjaer glich für den VfL aus (68.). (646119DIASHOW: Der 15. Spieltag)

"Die erste Halbzeit war sehr gut. Dann hätten wir das 2:0 machen müssen. Aber am Ende haben wir gesehen, dass Wolfsburg eine gute Mannschaft hat. Das ist ein Resultat, mit dem beide zufrieden sein müssen. Einen Punkt in Wolfsburg zu holen ist nicht einfach", meinte HSV-Sportdirektor Frank Arnesen.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erhitzten sich die Gemüter bereits in der vierten Minute. Nach einem Handspiel von Heiko Westermann im HSV-Strafraum entschied Schiedsrichter Peter Sippel unter den Protesten der Wolfsburger allerdings nur auf Freistoß.

"Das war ein Elfmeter"

"Wenn man das sieht, muss man sagen: Das war ein Elfmeter", sagte der gesperrte HSV-Akteur Tolgay Arslan in der Halbzeitpause.

Es sollte aber für lange Zeit die einzige nennenswerte Szene bleiben. Beide Teams standen in der Defensive sicher und ließen kaum Angriffsaktionen des Gegners zu. Zumal sich beide Mannschaften im Spielaufbau viele Fehler erlaubten.

Der unter Köstner wieder aufgeblühte Brasilianer Diego wurde von den Hamburgern bereits im Ansatz gestoppt. Oft verhinderte die Gäste mit Fouls die gefährlichen Dribblings Diegos.

Beister bleibt cool vor Benaglio

Der erste sehenswerte Spielzug führte dann aber gleich zum 1:0. Maximilian Beister erzielte freistehend vor Diego Benaglio die Gästeführung (26.).

Im Anschluss entwickelte sich nun eine Begegnung mit Torchancen für beide Mannschaften.HSV-Keeper Rene Adler musste nach einem Freistoß von Naldo in höchster Not retten (30.).

Zwei Minuten vor der Pause kam Milan Badelj nach einem Fehler von Simon Kjaer völlig frei vor Benaglio zum Abschluss, doch sein Schuss strich wenige Zentimeter am Pfosten vorbei ins Toraus. Im Gegenzug hatte Diego mit einem Seitfallzieher die Möglichkeit zum Ausgleich.

Beister und Dost scheitern

Nach der Pause bemühte sich der VfL weiter nach Kräften um den Ausgleich, die beste Möglichkeit hatten aber zunächst wieder die Gäste durch Beister (52.). Auf der anderen Seite rettete erneut Adler gegen Bas Dost (56.).

Die Wolfsburger erarbeiteten sich in der zweiten Halbzeit zunehmend Spielanteile, der HSV verlegte sich aufs Kontern.

Kjaer belohnt die Mühen

Die Gastgeber hatten Probleme, ihre Überlegenheit in Chancen umzumünzen. Immer wieder fanden die Pässe im letzten Drittel des Spielfelds keinen Abnehmer. Erst in der 68. Minute gelang dann der umjubelte Ausgleich.

Eine Flanke von Marcel Schäfer nutzte Kjaer per Kopf zum 1:1. Glück hatte HSV-Keeper Adler, dass Vieirinha (76.) in der Schlussphase nur den Pfosten traf und der VfL auch sonst das Tor nicht traf.

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