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Neven Subotic (l.) wechselte 2008 vom FSV Mainz 05 zu Borussia Dortmund © imago

Dortmunds Neven Subotic hadert im Gespräch mit SPORT1 mit dem zerfahrenen Spitzenspiel bei den Bayern, schöpft aber Hoffnung.

Von Matthias Becker

München - Lange Zeit war er ein Turm in der Schlacht.

Mit 55 Prozent gewonnener Zweikämpfe war Neven Subotic zweitbester Spieler von Borussia Dortmund in dieser Kategorie beim 1:1 im Spitzenspiel bei den Bayern (Bericht).

Die größte Chance der Münchner in Halbzeit eins durch Thomas Müller blockte er mit einer beherzten Grätsche ab, für viele Hereingaben der Gastgeber war zudem auf der Stirn des serbischen Nationalspielers Endstation. ( 646533 DIASHOW: Einzelkritik )

Pause gegen ManCity

Und doch war es letztlich ein wenig gelungener Abend für Subotic.

Vor dem 0:1 ließ er sich von Toni Kroos austanzen, kurz darauf musste er sich auswechseln lassen:

"Neven hat eine Beckenprellung auf der Seite, auf die er gefallen ist. Auf der anderen Seite ist der Muskel leicht gezerrt. Das lässt nichts zu, aber zumindest für das Wochenende besteht ein bisschen Hoffnung", sagte Trainer Jürgen Klopp am Montagabend.

Im tabellarisch bedeutungslosen letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen Manchester City wird er nicht mitwirken.

Große Bedeutung für den BVB

Wie wichtig Subotic für den BVB ist, zeigte sich in München nach seiner Herausnahme. Vertreter Felipe Santana kam nicht schnell genug auf Betriebstemperatur, das Remis geriet deshalb noch mal in Gefahr.

Im Gespräch mit SPORT1 zeigt sich Subotic unentschlossen über die Bewertung des Resultats, hadert mit dem zerfahrenen Spiel und schöpft aus der Unvollkommenheit des Dortmunder Auftritts Hoffnung für den Rest der Saison. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

[kaltura id="0_nhy1mmbi" class="full_size" title="Weidenfeller in der Form seines Lebens"]

SPORT1: Herr Subotic, wie haben Sie das Spiel bei den Bayern auf dem Platz wahrgenommen?

Neven Subotic: Es war ein intensives Spiel, in dem beide Mannschaften teilweise ihre Qualitäten gezeigt haben. Was die Chancen anging, war es ein offener Schlagabtausch. Aber uns hat ein bisschen der Flow gefehlt. Oft wurde schnell abgepfiffen, deshalb konnten wir nicht über die Zweikämpfe ins Spiel kommen. Das hat uns weh getan, denn das ist unser Spiel.

SPORT1: Gerade in der ersten Halbzeit haben die Bayern im Aufbau kaum eine Anspielstation gefunden. War es der Plan, ganz tief zu stehen?

Subotic: Wir haben ein bisschen anders gespielt als sonst. Das war notwendig, weil wir keinen typischen Zehner hatten, sondern Lewi (Stürmer Robert Lewandowski, Anm. d. Red.), der beide Positionen abdecken musste. In der ersten Halbzeit hat das ganz gut funktioniert, in der zweiten teilweise auch. Generell hat uns aber gefehlt, dass wir richtig in die Zweikämpfe kommen konnten, ohne dass es abgepfiffen wurde.

SPORT1: Sind Sie mit der Partie trotzdem zufrieden?

Subotic: Natürlich können wir einiges besser machen, aber es war eine Okay-Leistung mit einer Okay-Ausbeute.

SPORT1: Was nehmen sie aus der Partie mit?

Subotic: Ich bin nicht total enttäuscht, aber auch nicht total zufrieden. Wir haben Luft nach oben und ich weiß, wir können viel, viel besser spielen und die Probleme, die wir auf dem Platz hatten, besser lösen. Das war nicht optimal und deshalb haben wir auch nicht die optimale Ausbeute mitgenommen.

SPORT1: Es war aber auch wichtig, dass der BVB das Spiel nicht verloren hat, oder?

Subotic: Wir sind nicht sauer, wir sind nicht überglücklich. Es war einfach ein Okay-Tag, mir fällt leider kein besseres Wort ein. Was mich etwas glücklich macht ist, dass ich weiß, dass wir noch viel besser spielen können.

SPORT1: Wie schätzen Sie die Lage in der Liga kurz vor Ende der Hinrunde ein?

Subotic: Für ein Fazit ist es noch zu früh. Aber in den letzten Wochen haben wir es nicht schlecht gemacht. Aber wir können es besser und werden versuchen, bis zum Ende der Hinrunde noch ein paar Dreier einzufahren. Das ist notwendig, damit wir auf unserem Tabellenplatz überwintern können.

SPORT1: Der Blick geht also eher nach hinten?

Subotic: Wir wollen aus jedem Spiel die maximale Ausbeute und wissen, dass wir die Fähigkeiten und Chancen haben, die Spiele zu gewinnen. Darum werden wir uns bemühen.

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