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Michael Frontzeck ist seit Dezember 2007 Trainer bei Arminia Bielefeld © getty

Im Teil zwei des Doppelinterviews sprechen Michael Frontzeck und Lucien Favre über die Arbeit des Kollegen und ihre Saisonziele.

Von Martin Volkmar

München - Im zweiten Teil des Sport1.de-Doppelinterviews sprechen Michael Frontzeck und Lucien Favre über den Rückrundenstart und die Saisonziele ihrer Klubs.

Sport1.de: Herr Frontzeck, Ihr Kollege Lucien Favre hat in Berlin am gleichen Tag seinen Vertrag verlängert wie sie in Bielefeld. Wie bewerten Sie seine Arbeit?

Frontzeck: Grundsätzlich steht es mir nicht zu, die Arbeit eines Kollegen aus der Ferne zu bewerten. Aber wenn es positiv ist, kann man sich natürlich dazu äußern: Keine Mannschaft der Welt steht nach 18. Spieltagen ohne Grund auf dem zweiten Platz. Das spricht für ihn und seine Arbeit. Ich finde, dass er in Berlin einen tollen Job macht.

Sport1.de: Herr Favre, was sagen Sie zur Arbeit von Michael Frontzeck?

Favre: Offensichtlich ist der Verein mit seiner Arbeit ebenfalls zufrieden. Ich kann diese allerdings nur anhand der Ergebnisse beurteilen und da hat er sicherlich vor einer Woche mit dem 2:1-Sieg in Bremen für Aufsehen gesorgt. Auch in den Spielen gegen Dortmund oder Leverkusen hat die Mannschaft sehr ordentlich gespielt und gute Ergebnisse erzielt.

Sport1.de: Und wie bewerten Sie die Arminia insgesamt?

Favre: Bielefeld hat in Bremen 2:1 gewonnen und wir haben dort 1:5 verloren. Wenn man die Ergebnisse betrachtet, hat Bielefeld dort besser abgeschnitten. Es wird ein sehr schweres Spiel und wir müssen an unsere Grenzen gehen, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Wir sind ebenfalls gut in die Rückrunde gestartet und wollen den Schwung mit ins heutige Spiel nehmen, auch wenn wir auf einige verletzte Spieler verzichten müssen.

Sport1.de: Mit welcher Marschroute wird die Arminia ins Spiel gehen?

Frontzeck: Wie gesagt: So eine Platzierung hat nicht nur mit Glück zu tun. Hertha spielt sehr effektiv. Nicht besonders spektakulär, sondern sehr kompakt. Man merkt bei ihnen, dass sie eine Mannschaft sind. Da muss bei uns wirklich alles passen, um zu punkten.

Sport1.de: Nun sind Sie beide erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Würden Sie bei einem weiteren Sieg darüber nachdenken, das Saisonziel nach oben zu verschieben?

Frontzeck: Dafür bin ich nicht zu haben. Dafür ist unten alles zu eng beieinander. Die Erwartungshaltung der Leute kann ich natürlich in keiner Weise lenken. Wichtig ist, dass die Mannschaft und der Verein realistisch bleiben. Und da mache ich mir keine Sorgen.

Favre: Auf gar keinen Fall. Wir haben bei der Mitgliederversammlung angekündigt, dass wir um einen UEFA-Cup-Platz kämpfen wollen. Dieses Ziel zu erreichen, ist schwer genug, weil zehn andere Mannschaften, die vor der Saison und in der Winterpause deutlich mehr investiert haben als wir, das gleiche Ziel haben. Wir konzentrieren uns immer auf den nächsten Gegner und dann wird man sehen, wo wir am 34. Spieltag stehen.

Sport1.de: Wo landet Ihr Klub am Saisonende?

Frontzeck: Wir versuchen mit aller Macht unser großes Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Wenn möglich, dann am liebsten etwas eher als im letzten Jahr. Das wäre eine tolle Geschichte.

Favre: Wie bereits erwähnt, möchten wir um einen Uefa Cup-Platz kämpfen. Es wäre schön, wenn uns das am Ende gelingen würde.

Hier geht es zurück zum ersten Teil des Doppelinterview>>>

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