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Frankfurt ist mit 31 Treffern die torgefährlichste Mannschaft nach Bayern und BVB © getty

Der Eintracht gelingt gegen Werder Bremen die Wende nach zuletzt zwei Niederlagen. Ein Doppelschlag stellt den Erfolg sicher.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat die Patzer der Konkurrenz zum Sprung auf den vierten Platz genutzt.

Dank einer starken zweiten Halbzeit feierte der Aufsteiger am 16. Spieltag gegen Werder Bremen ein 4:1 (0:0), zog an Schalke 04 vorbei und ist nun punktgleich mit dem Deutschen Meister und Tabellendritten Borussia Dortmund.

Gleichzeitig machte die Eintracht die jüngsten Niederlagen gegen Mainz und in Düsseldorf vergessen.

"Wir waren in der Außendarstellung in einer Riesen-Krise", sagte Kapitän Pirmin Schwegler bei LIGA total!: "Aber wir sind nicht vermessen und wissen, dass wir von unten kommen. Es ist eine überragende Hinrunde für uns und wir haben uns nicht beirren lassen."

Veh zufrieden

Auch Trainer Armin Veh war hocherfreut, dass sein Team gegen Werder zurück in die Erfolgsspur fand.

"Die Mannschaft hat es verdient: Wir haben uns die 27 Punkte nicht durch Zufall geholt, sondern durch gute Leistungen", sagte Veh: "Was richtig gut war: Nach dem 1:1, nach dem du normalerweise verunsichert bist, kommst du sofort wieder zurück. Das hat die Mannschaft klasse gemacht."

Alex Meier (47.), Schwegler (62.), Stefan Aigner (63.) und Takashi Inui (90.) erzielten die Tore für die Gastgeber. (648991DIASHOW: Der 16. Spieltag)

Petersens Ausgleich reicht nicht

"Wir haben uns nicht verrückt machen lassen", erklärte Torschütze Meier: "Wir wieder gezeigt, wozu wir in der Lage sind."

Nils Petersen (54.) war der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir haben verloren, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben und die Eintracht konsequenter war", sagte Bremens Trainer Thomas Schaaf: "Ich glaube, dass wir eine Stunde lang klar die besseren Chancen hatte und in Führung hätten gehen müssen."

Die Gastgeber, bei denen Schwegler und Innenverteidiger Carlos Zambrano nach Gelbsperren wieder in der Startelf standen, wurden von aggressiven Bremern schon in der eigenen Hälfte attackiert und früh unter Druck gesetzt.

Erste Chance für Frankfurt

Trotzdem hatte die Eintracht vor 51.500 Zuschauern die erste Gelegenheit, doch Meier schoss über das Gäste-Tor (12.). Nur vier Minuten später verpasste Aigner einen Querpass des quirligen Inui knapp.

Der Japaner war es auch, der bei der besten Gelegenheit der Gastgeber im ersten Durchgang den Ball in der 36. Minute neben das Werder-Tor schlenzte.

Die Bremer kamen hingegen trotz einer nicht immer sattelfesten Frankfurter Abwehr zunächst kaum zum Torabschluss.

De Bruyne verpasst

Die Partie spielte sich im ersten Durchgang meist im Mittelfeld ab, bei ihren Offensiv-Aktionen ließen die Hanseaten die nötige Konzentration und Passgenauigkeit vermissen.

In der 39. Minute aber stand Kevin de Bruyne nach einem Konter allein vor Kevin Trapp, sein Flachschuss verfehlte das Tor um Zentimeter.

Eintracht-Trainer Armin Veh musste auf Bamba Anderson (Bauchmuskelverletzung) und Karim Matmour (Gelb-Rot-Sperre) verzichten.

In der Abwehr feierte Heiko Butscher, der für den 17 Jahre alten Marc-Oliver Kempf in die Anfangsformation rückte, sein Bundesliga-Debüt für die Eintracht.

Meier trifft per Kopf

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit hatten dann mehr zu bieten als die komplette erste Hälfte.

Die Eintracht hätte durch Inui (46.) in Führung gehen können, kurz darauf war Meier nach einer Flanke von Bastian Oczipka per Kopf zur Stelle.

Erneut nur eine Minute später wäre fast der Ausgleich gefallen. Sebastian Prödl verpasste den Ball nach einem Freistoß von de Bruyne nur knapp. Nach 54 Minuten schlugen die Bremer dann zu: Petersen traf nach einer Flanke von Marko Arnautovic mit einem Kopfball zum Ausgleich.

Doppelschlag der Eintracht

Danach entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Erst scheiterte de Bruyne mit einem Weitschuss an Trapp, dann ging die Eintracht nach einem Doppelschlag erneut in Führung.

Zunächst traf Schwegler mit einem Sonntagsschuss aus rund 30 Metern (62.), eine Minute später erhöhte Aigner auf Vorlage von Olivier Occean auf 3:1.

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