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Mario Gomez (r.) brachte den VfB früh auf die Gewinnerstraße © getty

In einem furiosen Match entführt der VfB Stuttgart drei Punkte aus dem Leverkusener "Exil". Mario Gomez trifft doppelt.

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat die Bundesliga-Premiere im Düsseldorfer "Exil" verpatzt und verliert allmählich den Anschluss zur Spitzengruppe.

Die Werkself unterlag dem VfB Stuttgart 2:4 (0:1) und bleibt nach der vierten Heimpleite der Saison mit 33 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz.

Dahinter folgt bereits der VfB (31), der die Aufholjagd unter Teamchef Markus Babbel fortsetzen konnte und seit fünf Ligaspielen ohne Niederlage ist.

Zweimal Nationalspieler Mario Gomez (3., 75.) und Kapitän Thomas Hitzlsperger sowie ein Eigentor von Leverkusens Lukas Sinkiewicz (90.) machten den neunten Saisonsieg der Schwaben perfekt.

Für Bayer trafen lediglich Stefan Kießling (68.) und Angelos Charisteas (90.+2).

Gomez eröffnet Torreigen

Der 23-Jährige Gomez war bereits kurz nach Anpfiff nach einer Flanke von Ludovic Magnin zur Stelle und markierte mit seinem neunten Saisontor frühzeitig die Führung der Gäste.

Hitzlsperger setzte einen Freistoß-Hammer aus 18 Metern kurz nach der Pause in die Maschen (51.), nachdem zuvor Bayer-Mittelfeldspieler Arturo Vidal seinen Gegenspieler Gomez gefoult und dafür die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Das erste Bundesligaspiel seit fast zwölf Jahren in Düsseldorf schien das Publikum in der Landeshauptstadt nicht übermäßig anzulocken.

Rund 33.000 Zuschauer fanden den Weg in die Arena. Immerhin stellte Bayer damit einen Bundesliga-Vereinsrekord auf. In der BayArena, die bis Sommer noch umgebaut wird, fanden bisher nur 22.500 Fans Platz.

Konzeptlose Leverkusener

Der frühe Gegentreffer brachte die Leverkusener gehörig aus dem Konzept.

Die löchrige Abwehr geriet in den ersten 20 Minuten ein ums andere Mal ins Schwimmen.

So verfehlte der frei vor dem Tor stehende Sami Khedira nach einer Flanke von Thomas Hitzlsperger nur um Haaresbreite den Ball (11.).

Zwei Minuten später musste Manuel Friedrich nach einem Missverständnis zwischen Nationalkeper Rene Adler und seinen Vorderleuten in höchster Not klären.

Schüsse aus der Distanz

Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit fand die Elf von Trainer Bruno Labbadia ein wenig besser ins Spiel, vom beeindruckenden Kombinations- und Angriffsfußball aus der Vorrunde konnte dabei aber nicht die Rede sein.

Die Leverkusen versuchten einige Male mit Distanzschüssen ihr Glück.

Den besten Versuch unternahm dabei Vidal, der in der 20. Minute das Außennetz traf.

Vidal fliegt vom Platz

Die zweite Hälfte begann wie die erste. Die VfB-Offensive brachte die Bayer-Hintermannschaft gleich wieder in Verlegenheit - das Foul von Vidal kurz vor der Strafraumgrenze und der Treffer von Hitzlsperger waren die Folge.

Der Stuttgarter Kapitän war ohnehin in Schusslaune, in der 62. Minute bereitete er Nationalkeeper Adler mit einem 35-m-Schuss Probleme.

Chancen nicht genutzt

Mitte der zweiten Halbzeit wachte Bayer plötzlich auf. Nach einer Vorarbeit des Brasilianers Henrique war Kießling, der von Bundestrainer Joachim Löw nach langer Zeit wieder in das Nationalmannschaftsaufgebot nominiert worden war, zur Stelle.

Danach hatten Patrick Helmes (70.) und Henrique (71.) weitere Großchancen, ehe Gomez für die Vorentscheidung sorgte.

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