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Beim 1:1 im Hinspiel konnte Neven Subotic (l.) Luca Toni am Toreschießen erfolgreich hindern © getty

Der FC Bayern sinnt auf Wiedergutmachung gegen Borussia Dortmund. Und Jürgen Klinsmann weiß, wie die Klopp-Crew zu knacken ist.

Von Dustin Werk und Mathias Frohnapfel

München - Der FC Bayern kann der große Gewinner des 19. Spieltags werden.

Der Rekordmeister empfängt Borussia Dortmund (ab 16.30 Uhr LIVE).

Den Bayern liegt die 0:1-Pleite beim HSV zum Rückrundenstart noch schwer im Magen. Und für die Ruhe an der Säbener Straße ist ein Sieg gegen den alten Rivalen besonders wichtig.

Nach dem Unentschieden der Hoffenheimer in Gladbach (zum Spielbericht) haben die Münchner jetzt die Chance auf einen Punkt an Tabellenführer 1899 Hoffenheim heran zu rücken.

"Der Hunger ist da"

Vor allem ein Bayer soll in der Allianz Arena dabei wieder richtig aufdrehen.

In Hamburg hatte Luca Toni noch Chancen vergeben, wie es ihm nur an besonders schwarzen Tagen passiert.

Sein Trainer Jürgen Klinsmann reagierte Sport1.de aber lediglich mit einem Schmunzeln darauf.

"Solche Dinge kommen immer wieder mal vor. Das hab ich selbst genug miterlebt in meiner aktiven Zeit, aber der Luca ist sehr gut drauf, der Hunger ist da, Tore machen zu wollen. Er hat sich viel vorgenommen für die Rückrunde."

Aber nicht nur der Italiener will was reißen, Klinsmann ebenso. "Wir haben uns gegen Dortmund viel vorgenommen. Wir spielen gegen eine Mannschaft, die bisher nur zwei Spiele verloren hat und sehr kompakt ihr Spiel umsetzt und sehr diszipliniert ist", weiß Klinsmann.

Toni gegen Abwehrriesen

In der Tat stehen erst zwei Niederlagen auf dem Konto der Dortmunder. Dem gegenüber stehen aber auch schon neun Remis - Ligaspitze.

Das Prunkstück der Klopp-Truppe, die Abwehr um Youngster Neven Subotic, scheint für Toni gewappnet. Mit erst 20 Gegentoren stellt die Borussia-Hintermannschaft die zweitbeste der Liga (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Allerdings weiß der Bayern-Coach wie die Defensive geknackt werden kann. Er kennt die "Achillesferse" seines Pendants Jürgen Klopp.

"Wenn meine Mannschaft das Tempo sehr hoch hält, schnell kombiniert und aggressiv ist, dann kommen auch die Torchancen."

Spitze Richtung Dortmunder

Unterstützt wird Toni von Miroslav Klose, dessen Innenbandblessur im linken Knie einem Härtetest am Freitag bestand. Landon Donovan nimmt auf der Bank Platz. Lukas Podolski wird nach Trainingsrückstand immer noch nicht im Kader sein. Ansonsten fehlt Klinsmann nur noch der rotgesperrte Massimo Oddo.

Im Vorfeld hatte Subotic Toni vorgeworfen, dass der Stürmer zu leicht falle.

"Ich muss darüber schmunzeln. Ich würde mir nie erlauben, so etwas über einen Spieler der Borussia zu sagen", so der Torschützenkönig, ließ sich aber noch zu einer Spitze hinreißen.

"Wenn jemand unbedingt in der Zeitung stehen will, muss er selbst etwas Positives vollbringen und nicht darüber reden, was andere angeblich schlecht machen."

Kein weiter Bayern-Aussetzer

Wenn es nach Ex-Bayern- und Dortmund-Coach Ottmar Hitzfeld ginge, hat der FCB das Spiel schon gewonnen.

"Das Spiel kommt für Dortmund zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt. Bayern will sich für die Niederlage in Hamburg revanchieren, einen zweiten Ausrutscher in Folge werden sie sich nicht erlauben."

Kapitän Mark van Bommel, um dessen Zukunft immer noch Unklarheit herrscht (Van Bommel von Bayern enttäuscht) bringt es auf den Punkt: "Wir sind verpflichtet, das Ding zu gewinnen. Wir spielen zu Hause, wir müssen gewinnen - egal wie."

Die voraussichtlichen Aufstellungen

FC Bayern: Rensing - Lell, Lucio, Demichelis, Lahm - Schweinsteiger, van Bommel, Ze Roberto, Ribery - Toni, KloseDortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Felipe Santana, Subotic, Lee - Tinga (Kehl) - Boateng, Kringe - Hajnal - Zidan, Frei

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