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Zwei Bremer Spieler, die für Gesprächsstoff sorgen: Mesut Özil und Diego © imago

Es ist ein "Endspiel": Schalke empfängt Werder - der Verlierer kann den internationalen Wettbewerb so gut wie abschreiben.

Von Daniel Rathjen

München - Vor dem Krisengipfel auf Schalke (ab 15 Uhr LIVE), herrscht einmal mehr Wirbel bei Werder Bremen.

Diego ist zwar immer noch gesperrt, dennoch ist der Brasilianer das Gesprächsthema.

Der italienische TV-Sender RAI1 meldete: Zwischen Diego und Juventus Turin ist alles klar.

Für den Transfer stünden insgesamt 50 Millionen Euro bereit. Zudem habe es unter der Woche ein Treffen gegeben.

Bremens Vorstandsmitglied Manfred Müller nahm in der "Bild" jedoch sämtlichen Gerüchten allerdings den Wind aus den Segeln.

"Wir haben keinen Vorvertrag mit Juve abgeschlossen. Diego kann das nicht, da die Transferrechte bis 2011 bei uns liegen."

Diegos Berater Leo Scheinkmann wies die Meldung als "definitiv falsch? ab.

Alle Augen auf Özil

In der Gelsenkirchener Arena schauen dagegen alle auf den Ex-Schalker und Neu-Nationalspieler Mesut Özil.

"Natürlich ist das ein besonderes Spiel für mich", sagt der 20-Jährige.

Zwischen ihm und "Königsblau" gibt es übrigens eine brisante Vorgeschichte.

Schalke bekommt noch Geld

Im Herbst 2007 hatte Özil mündlich einen neuen Vertrag auf Schalke bis 2011 ausgehandelt.

In der Winterpause lehnte der Youngster den Vertrag dann plötzlich ab, im Januar 2008 folgte der Blitzwechsel zu Werder.

Daran verdient sein Ex-Klub auch noch mit. Die "Bild"-Zeitung berichtet von einer Klausel, wonach Werder auf die Ablöse von 4,5 Millionen noch einmal 1,5 Mio draufzahlen muss, nachdem Özil Nationalspieler geworden ist.

Auf Schalke ist die Stimmung ohnehin explosiv.

Explosive Stimmung

Längst bestimmen die Schlagzeilen und Gerüchte um die Zukunft von Sportdirektor Andreas Müller oder Torjäger Kevin Kuranyi den turbulenten Alltag der Westfalen.

Schalke-Trainer Fred Rutten will sich von dieser Hektik aber nicht anstecken lassen: "Was in den vergangenen Tagen auf Schalke los war, ist für mich kein Thema. In der Transferperiode wird immer viel spekuliert, es gibt eine Menge Wahrheiten und Unwahrheiten. Ich habe bei der Arbeit auf dem Trainingsplatz nicht den Eindruck, dass in der Mannschaft Unruhe herrscht", behauptet er.

Rutten fügt an: "Auf Schalke ist die Stimmung immer extrem. Wenn du gewinnst, wirst du Meister, wenn du verlierst, steigst du ab. Aber ich bin ein Kämpfer."

Für Schalke spricht derzeit zumindest die Bilanz: Von den letzten acht Duellen konnte Werder nur einmal gewinnen (5:1 im April 2008) und ist seit sechs Gastspielen in Gelsenkirchen sieglos.

Schaaf fordert Sieg

Mehr denn je appellierte Werder-Coach Thomas Schaaf an seine seit fünf Auswärtsspielen sieglose Truppe: "Wir müssen unbedingt punkten."

Er muss weiterhin auf die gesperrten Diego und Claudio Pizarro verzichten.

Dafür meldeten sich zumindest Frank Baumann, Naldo, Petri Pasanen und Sebastian Prödl einsatzbereit zurück.

Bei den Schalkern wird der bei den Fans ungeliebte Kuranyi und Orlando Engelaar zunächst nur auf der Bank sitzen.

"Der Verlierer wird es schwer haben, die internationalen Plätze noch zu erreichen", unterstrich Schaaf (Tabellenrechner).

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