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Stürmer-Youngster Nicolai Müller (2.v.r.) spielt seit 2011 bei Mainz 05 © getty

Stuttgart sieht gegen Mainz lange kein Land, schlägt dann aber eiskalt zu. Die Rheinhessen drehen die Partie spektakulär.

Mainz - Der FSV Mainz 05 hat zum Abschluss der Hinrunde die Erfolgsserie des VfB Stuttgart beendet und im Kampf um die Europapokal-Plätze einen wichtigen Sieg eingefahren.

Gegen den Schwaben, die zuletzt drei Bundesliga-Siege in Folge gefeiert hatten, schafften die Rheinhessen einen hochverdienten 3:1 (0:0)-Erfolg und zogen in der Tabelle am VfB vorbei auf Tabellenplatz fünf. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Vor 31.376 Zuschauern legte der starke Nicolai Müller (55., 71.) den Grundstein zum Sieg, bevor Elkin Soto (90.+2) den Schlusspunkt setzte.

Durch ein Eigentor von FSV-Torhüter Heinz Müller (48.) nach einem Kopfball von Martin Harnik waren die Gäste zuvor in Führung gegangen.

"Ich bin außergewöhnlich zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Wir haben absolut verdient gewonnen", lobte Trainer Thomas Tuchel sein Team: "Dass wir das Spiel nach einem 0:1 noch drehen, macht es umso besonderer. Meine Mannschaft liefert in Heimspielen Woche für Woche wirklich Topleistungen ab. So eine Lust auf Leistung ist wirklich außergewöhnlich. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft."

Müller verpatzt die Chance

Die Gastgeber, die auf ihren gelbgesperrten Kapitän Nikolce Noveski, sowie Christian Wetklo (Rotsperre), Niko Bungert (Kreuzbandriss) und Eric Maxim Choupo-Moting (Knieprobleme) verzichten mussten, wären bereits nach vier Spielminuten fast in Führung gegangen.

Nach einem verunglückten Rückpass durch VfB-Verteidiger Maza war Torhüter Sven Ulreich schon geschlagen, doch Nicolai Müller schoss die Kugel statt ins Tor ans eigene Bein. ( 651835 DIASHOW: Der 17. Spieltag )

Ivanschitz scheitert an Ulreich

Danach entwickelte sich zwischen zwei offensiv ausgerichteten Teams eine muntere Partie, bei der sich die Mainzer ein deutliches Chanchenplus erarbeiten konnten.

Der Österreicher Andreas Ivanschitz scheiterte aus kurzer Distanz an Ulreich, der seine 100. Partie in der Bundesliga absolvierte (11.).

Müller rettet gegen Ibisevic

Die Stuttgarter zeigten sich vom mutigen Auftreten der Mainzer beeindruckt und kamen kaum zu Entlastungsangriffen.

Erst nach 33 Minuten musste Mainz-Keeper Müller, der in dieser Woche wegen eines Trauerfalls in der Familie mehrere Trainingseinheiten verpasst hatte, nach einem VfB-Konter gegen Torjäger Vedad Ibisevic das erste Mal eingreifen.

Die Rheinhessen schafften es indes nicht, ihre Chancen in einen Torerfolg umzumünzen.

Harnik schockt Mainz

Die zweite Halbzeit war keine vier Minuten alt, als der VfB überraschend in Führung ging.

Nach einer Flanke von Ibrahima Traore köpfte Harnik aus kurzer Distanz, und Mainz-Schlussmann Müller lenkte den Ball bei seinem Rettungsversuch ins eigene Tor.

Müller mit dem Ausgleich

Zunächst zeigten die Mainzer durch die Gäste-Führung geschockt, konnten sich aber schnell wieder aufrappeln und früh zurückschlagen.

Nach 55 Spielminuten fand ein verunglückter Schuss des Mainzers Müller den Weg über Ulreich hinweg ins VfB-Tor.

Danach blieben die Mainzer am Drücker, doch schafften sie es weiter nicht, die Kugel im Stuttgarter Tor unterzubringen. Nach 64 Minuten scheiterte Adam Szalai freistehend an Ulreich.

"Wenn man das ganze Spiel sieht, war es ein verdienter Sieg der Mainzer", resümierte VfB-Coach Bruno Labbadia: "Uns hat die letzte Konsequenz im Zweikampfverhalten gefehlt. Vor allem hat mich geärgert, das wir nach der Führung eine gute Phase hatten und wie aus dem Nichts den Ausgleich kassiert haben. Alles in allem haben wir nicht soviel zusetzten können, wie wir es gewollt haben. Aber die Mannschaft ist voll am Anschlag. Ich kann ihr keine Vorwürfe machen."

Niedermeier klärt

Nur zwei Minuten später hatte Müller den Führungstreffer erneut auf dem Fuß, doch Georg Niedermeier klärte mit dem Kopf für seinen geschlagenen Keeper vor der Torlinie.

Nach 71 Minuten fiel dann der erlösende Treffer. Müller überwand Ulreich mit einem Heber.

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