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Daniel Baier (r.) wechselte 2010 vom VfL Wolfsburg zum FC Augsburg © getty

In einer hektischen Partie gleicht Sobiech die FCA-Führung von Mölders aus. Beide stagnieren im Keller. Zwei Spieler fliegen.

Fürth - Greuther Fürth und der FC Augsburg stagnieren nach dem 1:1 (0:1) im Kellerduell weiter am Tabellenende.

Nach der Augsburger Führung durch Sascha Mölders (9.) rettete Lasse Sobiech der SpVgg Greuther Fürth wenigstens einen Punkt.

Der aufgerückte Verteidiger erzielte in der 69. Minute den Ausgleich gegen die Gäste.

Für beide Mannschaften allerdings war das Unentschieden in einem hektischen Spiel mit viel Kampf und Krampf zu wenig, sie gehen mit jeweils nur neun Punkten in die Winterpause - und belegen damit die Abstiegsplätze. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Mit dem Unentschieden müssen wir leben. Ob wir damit leben können, wird die Zukunft zeigen", sagte Fürths Trainer Mike Büskens, sein Gegenüber Markus Weinzierl analysierte: "Ein Sieg hätte uns gut getan. Das 1:1 ist für beide zu wenig, für uns auf jeden Fall."

Callsen-Bracker rettet auf der Linie

Christopher Nöthe hätte für die über weite Strecken arg gehemmten Fürther kurz nach dem Ausgleich sogar fast noch den Siegtreffer erzielt, doch der diesmal in die Innenverteidigung gerückte Jan-Ingwer Callsen-Bracker rettete auf der Linie für Torhüter Mohamed Amsif (71.). ( 651835 DIASHOW: Der 17. Spieltag )

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl erlebte wegen Meckerns den Schlusspfiff auf der Tribüne.

Anspannung anzumerken

Die Anspannung war beiden Mannschaften, die vor dem letzten Hinrunden-Spieltag jeweils nur einen Sieg und fünf Unentschieden zustandegebracht hatten, deutlich anzumerken.

Von Beginn an ging es ziemlich ruppig zu, Schiedsrichter Felix Zwayer pfiff ein Foul nach dem anderen. Fürths Kapitän Mergim Mavraj sah in der 76. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

Die Augsburger zeigten mit der Führung im Rücken lange eine bessere Spielanlage und standen defensiv zumeist sicher.

Amsif erst stark, dann mit Patzer

Fürth kam vor 16.340 Zuschauern erst gegen Ende der ersten Halbzeit ein wenig besser ins Spiel, trat energischer auf, scheiterte aber bei seinen wenigen guten Chancen zunächst an Amsif - der dann allerdings beim Ausgleich wie seine Mitspieler eine wenig glückliche Figur abgab.

Zunächst war bald nach Spielbeginn die Abwehr der Gastgeber reichlich schlafmützig aufgetreten: Tobias Werner flankte gefährlich nach innen, Mölders stand völlig frei am Fünfmeter-Raum und erzielte per Kopf seinen viertes Saisontor. Klaus prüfte kurz darauf mit einem Weitschuss (11.) Amsif.

Fürth lange passiv

Fürth trat lange erstaunlich passiv auf, wirkte gehemmt und durch den Rückstand zusätzlich verunsichert.

Dennoch wären die Gastgeber, die nur drei ihrer bislang erst zehn Saisontreffer vor eigenem Publikum erzielt hatten, schon vor der Pause fast noch zum Ausgleich gekommen:

Nach einem Freistoß von Stephan Fürstner kam der aufgerückte Sobiech zum Kopfball, Amsif allerdings hielt mit einem Reflex (44.).

In der hektischen Schlussphase konnte kein Team den entscheidenden Treffer erzielen.

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